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vor 8 Stunden in Weltkirche, 14 Lesermeinungen
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Viele Kritiker des II. Vaticanums und des unter Papst Paul VI. eingeführten Messritus bleiben dennoch der römischen Autorität gehorsam. Die FSSPX lehne diesen Weg bewusst ab, schreibt Larry Chapp in einem Beitrag für First Things.
Vatikan/Écône (kath.net/jg)
Das eigentliche Problem mit der Priesterbruderschaft St. Pius X. (FSSPX) liege in der raison d’être der Bruderschaft: Sie sei aus dem Widerstand gegen das Zweite Vatikanische Konzil, die nachkonziliaren Reformen und das Lehramt mehrerer Päpste entstanden. Ihre Identität gründe auf Ablehnung. Eine echte Versöhnung mit Rom würde diese Grundlage in Frage stellen und damit die eigene Existenzberechtigung untergraben. Was viele als Merkmal der Traditionalisten sehen – den kompromisslosen Widerstand –, erweise sich hier als zentrales Hindernis, schreibt Larry Chapp in einem Artikel für das Magazin First Things.
Die FSSPX gehe weit über legitime theologische Kritik an bestimmten Aspekten des Konzils oder der neuen Liturgie hinaus. Sie denunziere das gesamte nachkonziliare Projekt als von modernistischen Häresien durchsetzt und stelle ein selbstkonstruiertes „Ewiges Rom“ gegen das reale Lehramt und ein gültiges Ökumenisches Konzil. Viele andere Kritiker des Konzils und des unter Papst Paul VI. eingeführten Messritus bleiben dennoch der römischen Autorität gehorsam. Die FSSPX lehne diesen Weg bewusst ab.
Anhänger der Bruderschaft würden gerne von diesen Themen und verweisen oft auf andere Probleme in der Kirche, etwa den deutschen Synodalen Weg. Tatsächlich habe Rom dort einige radikale Forderungen zurückgewiesen, darunter Laienpredigten in der Messe, offizielle Segnungen gleichgeschlechtlicher Paare und neue Leitungsstrukturen, welche die Rolle des Bischofs schwächen. Die Exkommunikation der SSPX könnte auch als Signal an andere unruhige Gruppen verstanden werden.
Davide Pagliarani, der Generalobere der FSSPX habe die Gespräche mit Kardinal Fernández, dem Präfekten des Dikasteriums für die Glaubenslehre, für beendet erklärt und sie als sinnlos bezeichnet. Gleichzeitig beklage er die fehlende Audienz bei Papst Leo XIV. und stilisiere die Bruderschaft als Opfer vatikanischer Vernachlässigung. Doch warum sollte der Papst einem Mann eine prominente Bühne bieten, der bereits im Vorfeld erklärt hat, dass eine echte Versöhnung unmöglich sei? Eine solche Begegnung würde der SSPX nur den Anschein legitimer Kirchlichkeit verleihen, argumentiert Chapp.
Die Exkommunikation sei eine traurige Entwicklung, auch wenn sie unvermeidlich scheine. Exkommunikationen seien ihrem Wesen nach auf Heilung ausgerichtet und nicht nur strafend. Er hoffe, dass viele Priester und Laien in der FSSPX diesen Moment als Weckruf erleben – besonders jene, die eine sehr enge Auslegung von „extra ecclesiam nulla salus“ („außerhalb der Kirche ist kein Heil“) vertreten und sich nun selbst außerhalb der Kirche wiederfinden, schreibt Chapp abschließend.
Link zum Artikel von Larry Chapp auf First Things (englisch): Schism by Design
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Rolando vor 44 Minuten: Fortsetzung
Da könnten die Piusbrüder nach einer Einigung mit Rom segensreich eingesetzt werden, denn wir brauchen eine Rückunterwanderung der protestantischen jahrzehntelangen Unterwanderung. Nicht alles auf die Goldwaage legen, besser in Einheit mit Rom vorangehen, denn Herrn richtig und kraftvoll verkünden.
Rolando vor 45 Minuten: Auslegungsstreit
Die einen legen die Bibel eigenmächtig aus, die anderen die Tradition, Gesetzestexte, Lehre. Es kommt mir vor wie zur Zeit Jesu, er berief keine Gesetzeslehrer, Dogmatiker, nur einfache Leute zu seinen Jüngern, d.h. mit richtiger Herzenshaltung. Die gegenwärtige Diskussion dreht sich um Interpretationen von Gesetzen, Aussagen und Sichtweisen, denn bei den Petrusbrüdern gehts ja auch, es geht um die Einheit mit dem Papst, das können doch die Piusbrüder auch, was bringt denn das Beharren auf Gesetzesauslegungen, da bekehrt sich niemand. Es ist wie bei David, der die Schaubrote aß, oder die Jünger, die Ähren abrissen, oder vor dem Essen keine Hände wuschen.
Die Piusbrüder können sich mit Rom/Papst einigen, alles annehmen wie die Petrusbrüder auch. Dann trotztdem ihren Ritus und ihre Verkündigung und Katechese betreiben, die ja um vieles besser ist als in den landläufigen Pfarreien. Da könnten die Piusbrüder nach einer Einigung mit Rom segensreich eingesetzt werden, denn wir brauchen eine
Bene16 vor 2 Stunden: @Stefan Fleischer
Ich teile Ihre Trauer und bete weiter für alle Beteiligten.
chorbisch vor 2 Stunden: @ Kostadinov
Vielleicht kommt man aber jetzt in Rom und anderswo zu dem Schluss, dass nicht jeder, der eine Messe im alten Ritus besucht, den Neuen Ritus komplett ablehnt und schon eine Fahrkarte nach Econe in der Tasche hat.
Dann könnte auch mancher Bischof, der TC "für alle Fälle" unter seiner Schreibtischunterlage liegen hat, sie dort liegen lassen, weil er feststellt, dass die Traditionalisten doch nicht so "schlimm" sind.
Hier in der Gegend liegt das Kloster Maria Engelport. Dort wird seit einigen Jahren nur im lateinischen Ritus zelebriert und die Priester dort tragen nur die Soutane. Aber von Spannungen mit den umliegenden Pfarrgemeinden, oder dem Bischof in Trier habe ich noch nie etwas gehört.
Stefan Fleischer vor 4 Stunden: Ich bin sehr traurig,
dass praktisch niemand sehen will, dass wir nach diesen 1, Juli in einer ganz anderen Situation leben als vorher. Ging es bisher um einen Streit von Theologen, Organisatoren und Kirchenrechtler um die Auslegung von Schrift und Tradition und Kirchenrecht, so geht es jetzt um das Petrusamt an sich, das beide Seiten für sich beanspruchen, auch wenn die Bruderschaft noch nicht bereit ist, sich offen dazu zu bekennen. Mit dem mit solchen Weihen bewusst vollzogenen Schritt in die Exkommunikation - und damit ins Schisma – sprengte die Bruderschaft die Brücke, welche die verschiedenen Meinungen noch zusammen hielt. Selbst Papst Benedikt konnte sie nicht wieder aufbauen. Auch er scheiterte am «non possimus» der Bruderschaft. Diese Haltung hat sich bis heute nicht verbessert, auch wenn viele Menschen sich an diese Hoffnung klammerten. Im Gegenteil. So gesehen müsst man eigentlich sagen: «Nichts Neues unter der Sonne!»
Kostadinov vor 5 Stunden: Die Karawane zieht in der Tat weiter...
Nachdem die Piusbruderschaft ja nun definitiv draußen ist, besteht vielleicht wieder Kapazität sich um Kardinäle zu kümmern, die Frauenpriestertum fordern, die LGBT-Gottesdienste zelebrieren etc. Alternativ könnte auch TC endlich stringent umgesetzt werden, immerhin wurde darin festgestellt, dass nur die neue Messe den Glauben richtig ausdrückt... Es dürfte also auch ohne Pius spannend bleiben ;-)
Schillerlocke vor 6 Stunden: @Christine: Und deshalb möge
nun für die Katholische Kirche ein Satz Helmut Kohls ins Gedächtnis gerufen werden: "Die Karawane zieht weiter." Die Pius-Leute und ihre Adoranten haben ihre Probleme ja selbst geschaffen. Wer ohne die Zustimmung des Papstes Bischöfe weiht, ist nämlich nicht mehr katholisch. Deshalb wird die Katholische Kirche zur Pius-Sekte fürderhin lediglich im Sinne ökumenischer Überlegungen Kontakt halten. Mehr ist da offensichtlich nicht mehr drin. Es sei denn, diese Brüder kehren von ihrem Irrweg um.
rosenstaedter vor 6 Stunden: Lesa - Sie nennen den Heiligen Vater Papst Leo XIV einen "Narren und Tor"?
Ich versuche nicht in die Todsünde des "Zorns" zu verfallen - Aber viele Ihrer Worte geraten in die Nähe des "Zorns"!
lesa vor 6 Stunden: Der Tor schreit seine Narrheit heraus.
@Bilbo: Als das Fest fertig vorbereitet war, am Vortag, meldete sich der Papst das erstemal persönlich.
Das nennt sich dann "innige Bitte". Innige Bitte: "Nehmt wieder selber den schwarzen Peter. Wie 1988.
Was die Jurisdiktion betrifft, schreiben Sie Unsinn. Die Dinge sind genauer zu betrachten, die Neuerungen seit Vatikanum II. erst recht. Überhaupt ist die Anwendung des Kirchenrechts in einer Kirche, in der die Lehr nicht beachtet wird und das Chaos regiert, äußerst problematisch. Denn diese beiden gehören zusammen.
Innige Bitte an Sie: "Bevor du redest, unterrichte dich" sonst heisst es: "Der Tor schreit seine Narrheit heraus" (beides Worte aus der Bibel.
Bilbo B. vor 8 Stunden: Glaubensgehorsam
Die Nichtbeachtung des Jurisdiktionsprimates durch die schismatischen Bischofsweihen und entgegen den innigen Bitten des Petrusnachfolgers berührt nun mal - gemäss Vaticanum I - wohl auch den Glaubensgehorsam?
Paddel vor 8 Stunden: Identität gründet auf Ablehnung
... usw. der gesamte Artikel entspricht exakt meinen Gedanken.
@ lesa Viele Heilige unterscheiden hier nicht. Exemplarisch: Padre Pio nahm den disziplinarischen wie auch den Glaubensgehorsam auf sich. Er hörte keine Beichte mehr und feierte keine öffentliche hl. Messe mehr. Es gibt noch andere Heilige, die sich im vollkommenen Gehorsam übten.
Sie argumentieren exakt gleich, wie die sogenannten Progressiven.
Die Piusbrüder tun, was sie anderen vorwerfen: Sie mißachten die Weisungen des hl. Vaters. Andere (progressive) Gruppierungen könnten sich auf die Piusbrüder berufen, wenn der hl. Vater kein Schisma erteilt hätte. Das gleiche gilt für den Glaubensgehorsam und disziplinarischen Gehorsam. Menschen im Ehebruch arguemtieren so und gehen deshalb zur hl. Kommunion. Denn vor Gott war die Eheschließung ungültig,denken sie.
Denken Sie mal darüber nach, ob sie sich nicht vielleicht selbst belügen/rechtfertigen.
Christine vor 9 Stunden: Contra Lefebvrismus 3 - Kollegialität
Conclusio: Lumen Gentium bekräftigt, wie auch die übrigen Konzilsdokumente, in jeder Hinsicht die päpstliche Vorherrschaft. Aus den drei Dokumenten des Zweiten Vatikanischen Konzils, in Verbindung mit den vor- und nachkonziliaren Lehren (siehe Zitate) lässt sich nicht schließen, dass Lumen Gentium die Aushöhlung der persönlichen Autorität der Kirche bewirkt.
Bestenfalls fände man isolierte Aussagen, die aus dem Kontext gerissen und instrumentalisiert werden können. Jedes lehramtliche Dokument, ob vor- oder nachkonziliar, ja sogar die Bibel selbst, kann absichtlich oder unabsichtlich falsch interpretiert werden.
Aussagen, die als verkappte modernistische Lehre interpretiert werden könnten, reichen nicht aus, um zu behaupten, das Zweite Vatikanische Konzil lehre einen Irrtum – weder in Bezug auf die Kollegialität noch in irgendeiner anderen Frage.
(Ökumene (1), Religionsfreiheit (2) und Novus Ordo (4) siehe weitere Abhandlungen)
Ausführlicheres siehe hier – die Lektüre lohnt sich:
www.tradrecovery.com/_files/ugd/fe1e74_618527607c2549909c9d274f82fc8b2c.pdf
Christine vor 9 Stunden:
"Die Identität der Piusbruderschaft.. gründe auf Ablehnung.
Eine echte Versöhnung mit Rom würde diese Grundlage in Frage stellen und damit die eigene Existenzberechtigung untergraben."
Genau so ist es. Das trifft den Kern der Sache.
Bedauerlicherweise.
lesa vor 9 Stunden:
Eine Prämisse: Grundsätzlich muß man zwischen rein disziplinarischem Gehorsam und einem Gehorsam unterscheiden, der auch den Glauben betrifft, d. h. dort, wo der sogenannte „Glaubensgehorsam“ berührt ist.
(M. G.)
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