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Gemeinschaften, die den Alten Ritus pflegen, stellen viele Freiwillige für den Papstbesuch im September.
Paris (kath.net/jg)
Französische Katholiken, die der Messe im Alten Ritus verbunden sind und dem Papst die Treue halten, äußern ihr tiefes Bedauern über die jüngsten Entwicklungen in der Priesterbruderschaft St. Pius X. (FSSPX). Die Bruderschaft hat am 1. Juli 2026 in Écône (Schweiz) vier neue Bischöfe ohne päpstliche Erlaubnis geweiht. Der Vatikan erklärte die Gemeinschaft als schismatisch und exkommunizierte sechs Bischöfe der FSSPX, darunter die neu Geweihten, berichtet OSV News.
Die Ereignisse fallen in eine Zeit, in der sich französische Katholiken, die der Alten Messe nahestehen, besonders engagieren, um Papst Leo XIV. bei seinem bevorstehenden Besuch in Frankreich vom 25. bis 28. September 2026 willkommen zu heißen. Dies obwohl das Verhältnis zu den Bischöfen nicht immer einfach ist. Philippe Darantière, seit 2025 Präsident der Vereinigung Notre-Dame de Chrétienté, die die jährliche Pfingstwallfahrt von Paris nach Chartres organisiert, berichtet von einer beispiellosen Mobilisierung für den Papstbesuch.
Die Erzdiözese Paris hat die Vereinigung um Unterstützung bei der Vorbereitung der Papstvisite gebeten. Für das Jugendtreffen und die Gebetsvigil am 25. September im Stade de France sowie die Hauptmesse am 26. September auf der Place de la Concorde werden bis zu 10.000 Freiwillige benötigt. Notre-Dame de Chrétienté ist für ihre gute Logistik bekannt: Jährlich pilgern rund 20.000 Gläubige von Paris nach Chartres.
„Viele unserer Gläubigen aus ganz Frankreich fragen ihre Priester, ob Busse organisiert werden, um den Papst in Paris zu treffen“, sagt Darantière gegenüber OSV News. Die Vereinigung biete konkrete Hilfe an. Die gute Zusammenarbeit zwischen Gemeinschaften, welche die Alten Messe pflegen, und anderen katholischen Gruppen zeigte sich bereits beim Pfingsttreffen 2026, wo Pilger und Jugendliche gemeinsam vor dem Allerheiligsten beteten. Auch der Kaplan von Notre-Dame de Chrétienté, Pater Jean de Massia von der Priesterbruderschaft St. Petrus (FSSP), ist in die geistliche Vorbereitung des Papstbesuchs eingebunden.
Darantière betont das Bemühen vieler Anhänger der Alten Messe, Tradition und Treue zur kirchlichen Hierarchie zu vereinbaren: „Diese Linie ist manchmal schwer einzuhalten.“ Die Exkommunikationen der FSSPX hätten bei den gegenüber dem Papst loyalen Anhängern der Alten Messe große Betroffenheit ausgelöst. Man hoffe auf Wohlwollen der Bischöfe, insbesondere bei der Organisation von Taufen und Trauungen im Alten Ritus. Die Kontakte zu den Diözesen seien noch zögerlich und von Ort zu Ort unterschiedlich. Darantière bedauert, dass es nicht mehr Kommunikation mit den Bischöfen gibt, hofft aber auf eine Verbesserung in den nächsten Monaten.
Foto: Symbolbild
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