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"Menschenhandel bleibt Menschenhandel"

vor 23 Stunden in Prolife, 7 Lesermeinungen
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Publizistin Birgit Kelle reagiert auf die Debatte um Jens Spahn und legt in neun Punkten offen, wie das globale Milliardengeschäft mit Leihmüttern Frauen entrechtet und Kinder zur Ware degradiert.


Köln (kath.net/gem/rn) In der Debatte um die Legalisierung oder Akzeptanz von Leihmutterschaft wird von Befürwortern gerne auf vermeintlich „ethisch saubere“ Verträge in den USA verwiesen. Auch der CDU-Politiker Jens Spahn betonte jüngst in einem Podcast, dass er und sein Partner ihr Kind in den USA über solche vermeintlich „guten“ Verträge erhalten hätten. Die bekannte Publizistin und Buchautorin Birgit Kelle hält dem nun eine Reihe von „Hardfacts“ entgegen. Auf der Plattform X (ehemals Twitter) zeichnet sie basierend auf Erfahrungsberichten von Leihmüttern, Vertragsunterlagen und Agenturrecherchen ein düsteres Bild einer zutiefst frauenfeindlichen Industrie.

Kelles Grundsatzkritik ist fundamental: „Auch mit Verträgen wäre Menschenhandel immer noch Menschenhandel. Oder macht es die Dinge hübscher, wenn man eine Urkunde und einen Kassenzettel bekommt? Eine sicher wichtige Frage für jeden Sklavenmarkt.“

Totale Kontrolle und gesundheitliche Ausbeutung

In insgesamt neun Punkten schlüsselt Kelle auf, was die oft gelobten US-Verträge in der Realität bedeuten. Sie dienten keineswegs dem Schutz der Frauen, sondern ausschließlich der Absicherung der Besteller.

Totale Überwachung: Die Verträge regeln intimste Lebensbereiche der Leihmutter. Die Kunden kontrollieren die Ernährung, den Aufenthaltsort, Reisen, medizinische Behandlungen und sogar, ob und mit wem die Frau Sexualkontakte haben darf. Ein Ausstieg sei praktisch unmöglich: Wer abbricht, wird mit immensen Kosten für Ärzte, Anwälte und Agenturen konfrontiert – Kosten, die die meist aus finanziellen Gründen agierenden Frauen niemals aufbringen können.

Körperliche Ruinierung ohne Nachsorge: Viele Leihmütter würden nach der Geburt mit massiven körperlichen und seelischen Folgeschäden (wie Gefäßkrankheiten, Bluthochdruck oder Unfruchtbarkeit) allein gelassen. Spätfolgen seien oft nicht versichert, Agenturen und Kunden aus der Verantwortung.

Der erzwungene Verzicht auf Bindung: Um Bindung und Rechteansprüche zu verhindern, werden den Frauen bewusst fremde Eizellen eingesetzt. Das biologische Risiko steige dadurch massiv: Da der Körper die genetisch fremde Schwangerschaft abzustoßen droht, müssen die Frauen starke Medikamente einnehmen. Laut Kelle handelt es sich ausnahmslos um medizinische Hochrisikoschwangerschaften, bei denen Früh- und Fehlgeburten zum Alltag gehören.

Die psychologischen Folgen für Geschwisterkinder

Besonders perfide sei laut Kelle das Kriterium, dass nur Frauen unter Vertrag genommen werden, die bereits eigene Kinder haben – ein Punkt, den Spahn in einem Interview als „Sorgfalt“ angepriesen hatte.

„Der Brutkasten muss bewiesen haben, dass er gebärfähig ist. So einfach ist das“, so Kelle drastisch.

Dies diene auch dazu, dass die Frauen ihre Muttergefühle auf die eigenen Kinder fokussieren. Die Folge im familiären Umfeld sei jedoch fatal: „Zehntausende Kinder haben bereits zugesehen, wie ihre Mütter Geschwisterkinder verkaufen. Was macht das mit den Geschwistern?“


- „Reduktion“ im Mutterleib und staatlich gestempelte Frauenfeindlichkeit

Zudem verpflichten die Verträge die Frauen zur Durchführung aller medizinischen Eingriffe. Dies schließe explizit die Abtreibung gesunder Kinder ein, falls diese das „falsche“ Geschlecht haben, nicht mehr gewollt sind oder sich unerwartete Mehrlinge entwickeln. Im Fachjargon der Industrie werde das Töten im Mutterleib harmlos als „Reduktion“ bezeichnet.

In manchen US-Bundesstaaten werde die biologische Mutter nicht einmal mehr in der Geburtsurkunde erwähnt – dort stehen stattdessen zwei „Väter“. Kelle spricht von „Frauenfeindlichkeit mit staatlichem Stempel“.

Der „Katalog“: Genetik wie auf dem Zuchtmarkt

Die Auswahl der Frauen gleiche einem Online-Katalog im Stil von „Tinder für gute Gene“. Leihmütter und Eizellspenderinnen werden separat gecastet. Der Preis steige mit der Gesundheit und der Gebärfähigkeit. Spenderinnen würden wie „Zuchtstuten“ angepriesen – sortiert nach Rasse, Hautfarbe, Herkunft, optischen Merkmalen oder Bildung („Ivy League“-Kollektion).

Abschließend warnt Kelle vor der zunehmenden Globalisierung dieses Marktes: Um Kosten zu sparen, würden Frauen in den USA angeworben, zur Befruchtung in Billigländer geflogen und die Geburt dort geplant, wo die Rechtslage für den Kunden am günstigsten ist. Gegen diese juristisch hochgerüstete Industrie hätten die Frauen keinerlei Möglichkeit, sich zu wehren.

Das Fazit der Publizistin fällt vernichtend aus: Die Leihmutterschaft ist ein „menschlicher Verschiebebahnhof“. Das System sei zutiefst ausbeuterisch und degradiere Kinder zu bloßen Anschaffungen auf einem globalen Marktplatz.

Ein paar Hardfacts zu vermeintlich tollen Leihmutterschafts-Verträgen in den USA, die ethisch dann irgendwie sauber sein sollen. Nach Erfahrungsberichten von Leihmüttern, die uns auch ihre Verträge überlassen haben, aber auch eigenen Recherchen bei Agenturen, die sehr… pic.twitter.com/z0Z45juxMA

— Birgit Kelle (@Birgit_Kelle) July 18, 2026

BUCHTIPP - BIRGIT KELLE


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Lesermeinungen

Jothekieker vor 10 Stunden: Leihmutterschaft geht über Leichen

Damit ein schwules Pärchen sein Wunschbaby erwerben kann, muß mehr als eine Eizelle befruchtet werden. Eine dieser befruchteten Eizellen wird ausgetragen, der Tot der anderen Menschen wird billigend in Kauf genommen.

cyberoma vor 15 Stunden: Auch Hendrik Streek ist Bundestagsabgeordneter der CDU....

Auch Herr Streek umging frech deutsche Gesetze und kaufte sich ein Kind in den USA.
Für ihn gilt dasselbe wie für Herrn Spahn - er soll sein Mandat zurückgeben!
Wehret den Anfängen!

Steve Acker vor 17 Stunden: Johannes 14,6

"Eizelle in Spanien, Samen aus Dänemark, LM aus Bulgarien, Albanien o Georgien, Labor Ukraine, Geburt in Zypern"

Das ist wie eine moderne Produtionsplanung.

Man plant: die Beschaffung der Teile, die Produktionsmaschinen, Ort wo Fertigung erfolgt, und wo Auslieferung.

Es ist einfach so grauenhaft.

Rolando vor 18 Stunden: Beten wir den Rosenkranz

Beten wir um Sündenerkenntnis, Sündenbewusstsein, wahre Reue und Umkehr.

hauch vor 19 Stunden:

Die Argumente von Frau Kelle sind wichtig! Allerdings,
gerade den Verantwortlichen bewusst.
Traurig, und diese Klagen erheben sich in den Himmel,
so wichtig und wahr die Sichtweise auf die Frauen ist,
keine/oder kaum eine Stimme erhalten die „Kinder“!!

Wie in vielen Debatten, ob Leihmutterschaft, Abtreibung usw.
bleiben die kleinsten Stimmen ungehört und/oder
ignoriert!

Und wie häufig in den Debatten schleicht sich eine Doppelmoral
ein. Während ein Fall hochgradig verwerflich ist, gilt die gleiche
Handlung in anderen weniger schwer. Dabei sind die Opfer
keine anderen. Beispiel: eine Leihmutterschaft ist nicht weniger
verwerflich nur weil es ein „Ehepaar“ (Mann&Frau) ausnützt!

Mögen unsere Gesellschaften mit den Augen Gottes auf
diese Themen blicken um die Wahrheit zu erkennen und
zu leben

Schillerlocke vor 19 Stunden: Das ist dermaßen elendig,

dass man die Auflistung dieser Bedingungen für eine Leihmutterschaft kaum bis zum Ende lesen will. Dennoch ist dieser Artikel aufklärerisch. Vielen Dank dafür.

Johannes14,6 vor 22 Stunden: BIRGIT KELLE ÜBER LEIHMUTTERSCHAFT / Magstrauss --- sehenswert!

Teil 1 Die Abrechnung
https://www.youtube.com/watch?v=Tn3UVP_sS6o&t=242s

29:17 Globalisierung macht juristische Verfolgung praktisch unmöglich: KELLE erhielt folg. Angebot:
Eizelle in Spanien, Samen aus Dänemark, LM aus Bulgarien, Albanien o Georgien, Labor Ukraine, Geburt in Zypern

Teil2 Leihmutterschaft ist menschenfeindlich
https://www.youtube.com/watch?v=tgMkzVRqSMg&t=2

7:43 Prostituierte als LM => mehr u schnellerer Verdienst
14:00 Geburt timen mit Kaiserschnitt, damit die "Kunden" dabei sind. Nachsorge fehlt.
15:00 IVF künstl. gezeugte Kinder haben höheres Risiko für Bluthochdruck, Herz- und Gefäßkrankheiten
20:25 Leihmutterkind Olivia Maurel litt lebenslang unter unerklärlichen Trennungsängsten (die Eltern verheimlichten den Ursprung)

FAZIT: Nur INTERNATIONALE ÄCHTUNG DER LEIHMUTTERSCHAFT kann das Geschäft (=Menschenhandel) beenden!

Vorbildlich: Italien. Im Ausland "gekaufte" Kinder werden in Italien nicht anerkannt, Strafen.

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