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Statt bloßer Ablenkung sollte die Zeit um Urlaub bewusst und sinnvoll für die Erholung von Leib und Seele genutzt werden. Lesen, Ausflüge und die Pflege von Freundschaften sind drei konkrete Empfehlungen für eine gelungene Ferienzeit.
Castel Gandolfo (kath.net/jg)
Viele Päpste der letzten Jahrhunderte haben den Sommer nicht im Apostolischen Palast im Vatikan, sondern in Castel Gandolfo verbracht. Abseits des Trubels der Großstadt und der drückenden Hitze Roms bot dieser Ort Erholung und Entspannung. Auch der heilige Papst Paul VI. schätzte die ruhige Atmosphäre sehr, die er dort fand. Er verbrachte seine letzten Tage in der Sommerresidenz, wo er am 6. August 1978 starb, schreibt Philip Kosloski in einem Beitrag für die englischsprachige Ausgabe von Aleteia.
Während seines Sommerurlaubs hielt Paul VI. am 5. August 1973 eine kurze Ansprache, in der er wertvolle Ratschläge gab, wie man die freie Zeit nicht nur körperlich, sondern auch geistig und seelisch erfrischend gestalten kann.
Der Papst mahnte zu Beginn seiner Ansprache: „Sorgen wir dafür, dass diese freie Zeit, die wir Urlaub nennen, nicht ganz in Zerstreuung oder Egoismus vergeht. Entspannung, Erfrischung, Erholung („Rekreation“ im etymologischen Sinne) – ja, aber intelligent und wachsam.“
Statt bloßer Ablenkung sollten Urlauber ihre Zeit bewusst nutzen. Paul VI. nannte drei konkrete Empfehlungen:
Lesen: Im Alltag fehlt oft die Zeit für tiefgehende Lektüre. Der Urlaub bietet die ideale Gelegenheit, sich jenen „ernsten Lesestoffen“ zu widmen, die man sonst beiseiteschiebt. Gute Bücher können den Geist bereichern und neue Horizonte eröffnen.
Ausflüge: Paul VI. empfahl Ausflüge, bei denen man die „vielen schönen Reichtümer unserer Geschichte und Kunst“ entdecken könne. Solche Unternehmungen sollten Vorrang haben – sie verbinden Erholung mit kultureller und geistiger Bildung.
Gute Gespräche und Begegnungen: Der Urlaub ist eine privilegierte Zeit für die Pflege echter Freundschaften. Man kann Orte, Sitten und Bedürfnisse von Menschen kennenlernen, denen man sonst nicht begegnet, und neue, wertvolle Kontakte knüpfen. Solche Gespräche bereichern nicht nur den Verstand, sondern auch das Herz.
Wer sich bei der Gestaltung des Urlaubes an diesen Ratschlägen orientiert, kehrt nicht nur körperlich, sondern auch seelisch erholt und erfrischt zurück, schreibt Kosloski abschließend.
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