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INSA-Umfrage: Relative Mehrheit der Deutschen lehnt Leihmutterschaft ab

vor 3 Stunden in Deutschland, 3 Lesermeinungen
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Katholiken: Bei den katholischen Befragten sind 44 Prozent gegen Leihmutterschaft, während 35 Prozent ihr zustimmen - Parteienspektrum: Stärkste Ablehnung bei AfD und Union


Erfurt / Wetzlar (kath.net)

Eine relative Mehrheit der Bürger in Deutschland sieht im unerfüllten Kinderwunsch keine Rechtfertigung für den Einsatz einer Leihmutterschaft. Das geht aus einer aktuellen repräsentativen Umfrage des Markt- und Sozialforschungsinstituts INSA-Consulere (Erfurt) im Auftrag der Evangelischen Nachrichtenagentur IDEA hervor.

Auf die Frage, ob der Wunsch nach einem eigenen Kind eine Leihmutterschaft rechtfertige, antworteten 41 Prozent der Befragten mit Nein. 36 Prozent vertraten die gegenteilige Auffassung. 19 Prozent zeigten sich unentschlossen („Weiß nicht“), fünf Prozent machten keine Angaben.

Besonders ausgeprägt ist die Ablehnung der Leihmutterschaft unter gläubigen Christen — wenn auch mit Unterschieden zwischen den Konfessionsgruppen:


Freikirchler: Unter den Mitgliedern von Freikirchen fällt die Ablehnung am deutlichsten aus. 62 Prozent erklären, dass der Kinderwunsch keine Leihmutterschaft rechtfertigt (nur 31 Prozent sehen das anders).

Katholiken: Bei den katholischen Befragten sind 44 Prozent gegen Leihmutterschaft, während 35 Prozent ihr zustimmen.

Landeskirchliche Protestanten: Unter den Mitgliedern der evangelischen Landeskirchen ist das Meinungsbild mit 41 Prozent Ablehnung zu 38 Prozent Zustimmung am knappsten.

Männer, Ostdeutsche und bestimmte Altersgruppen skepsischer

Auch soziodemografisch zeigen sich klare Differenzen in der deutschen Bevölkerung:

Geschlecht: Während Männer die Leihmutterschaft mit 44 zu 34 Prozent mehrheitlich ablehnen, fällt der Vorsprung der Gegnerinnen bei den Frauen mit 39 zu 38 Prozent denkbar knapp aus.

Ost / West: Im Osten Deutschlands wird das Instrument der Leihmutterschaft mit 42 zu 32 Prozent deutlicher abgelehnt als im Westen (41 zu 37 Prozent).

Alter: Am stärksten sprechen sich die 30- bis 39-Jährigen gegen Leihmutterschaft aus (46 zu 34 Prozent). Eine Ausnahme bildet die Gruppe der 40- bis 49-Jährigen: Hier liegt die Zustimmung mit 42 Prozent über der Ablehnung (36 Prozent).

Blickt man auf die politische Ausrichtung der Befragten, zeigt sich die stärkste Ablehnung bei den Anhängern von AfD (48 Prozent) sowie CDU/CSU (46 Prozent). Bei Sympathisanten der SPD (42 zu 39 Prozent) und der Linken (43 zu 40 Prozent) fällt das NEIN zur Leihmutterschaft moderater aus. Unter den Anhängern der Grünen halten sich Befürworter und Gegner mit jeweils 41 Prozent genau die Waage.

Zur Methodik: Für die repräsentative Erhebung befragte INSA-Consulere vom 17. bis 20. Juli 2026 insgesamt 2.005 erwachsene Bundesbürger im Online-Panel.


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Lesermeinungen

Versusdeum vor 1 Stunden: Interessant, dass in dieser Frage

die Unterschiede zwischen der Wählern der Parteien relativ gering sind, wobei die jeweiligen Tendenzen so zu erwarten waren.
Mich würde interessieren, wie das die einzelnen deutschen Bischöfe bzw. die umstrittene DBK als Ganzes sehen.

Steve Acker vor 3 Stunden: auf welt de heute ein

ausführlicher Artikel über einen Fall in Kanada.
Ein Männerpaar hatte ein Kind bestellt, und als das Ultaschall eine Lippenspalte aufwies, wollten sie die Frau gerichtlich zur Abtreibung zwingen.
Es war eine sogenannte "altruistische " Leihmutterschaft. Nur diese Form ist in Kanada erlaubt.
Die Geschichte ist so fürchterlich.
Konsequenz kann nur sein, Lücken beim Leihmutterschaftsverbot zu schliessen.

Titel des artikels.

"Nach verweigerter Abtreibung des „Wunschkindes“ – Paar verklagt seine Leihmutter"

Empfehle den Artikel denen weiterzuleiten, die meinen Leihmutterschaft könnte doch auch was gutes sein.

Jothekieker vor 3 Stunden: Die Homolobby bleibt am Ball

Für Menschen, die in einer vom Schöpfer nicht vorgesehenen sexuellen Beziehung leben, gibt es keine andere Möglichkeit zur Reproduktion als eine Leihmutterschaft. Zur Zeugung bedarf es halt beiderlei Geschlechter.
Wer es sich leisten kann, die zwei- bis dreihunderttausend Euro aufzubringen, die eine Leihmutterschaft im Ausland kostet, nutzt diese Möglichkeit. Daß dabei die nicht ausgetragenen Föten getötet werden, interessiert diese Herren nicht.
Wegen der hohen Kosten bleibt diese Vorgehensweise aber den meisten schwulen Pärchen verwehrt. Deshalb wird die Homolobby alles daran setzen, das Leihmutterverbot aufzuheben. Die entsprechenden Kampagnen laufen schon. Im Deutschlandfunk waren heute morgen bereits die begleitenden beruhigenden Bemerkungen wie "unter strengen Regeln" zu hören, die die Widerstände überwinden sollen.
Es gilt also, wachsam zu bleiben.

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