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vor 8 Stunden in Weltkirche, 5 Lesermeinungen
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Das erste Bistum in Spanien reagiert auf die steigende Zahl von Anfragen Ungetaufter zur Erwachsenentaufe – Die Katechumenatsausbildung orientiert sich am offiziellen Katechismus der Spanischen Bischofskonferenz
Huelva (kath.net/pl) „Die wachsende Zahl von Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern, die in unserer Diözese um die Taufe bitten, erfordert eine geordnete, einheitliche pastorale Antwort, die der kirchlichen Disziplin entspricht.“ Das erläutert das Bistum Huelva in seinem hinführenden Text zum von Bischof Santiago Gómez Sierra erlassene Dokument. Einerseits sei zwar die Kandidatenzahl „noch nicht sehr hoch“ sei, dennoch sei aber der Trend ausreichend stark, um die Schaffung einer festen Struktur zu rechtfertigen, die einen einheitlichen Prozess der Evangelisierung und Glaubensunterweisung ermöglicht. Deshalb hat die Diözese Huelva hat den bedeutenden Schritt zur Neuordnung der christlichen Initiation vollzogen und hat diözesane Regelungen für das Katechumenat zur Erwachsenentaufe verabschiedet. Das Dokument umfasst dreizehn Seiten und legt erstmals ein einheitliches und verbindliches Verfahren für alle Pfarreien der Diözese fest. Es ist auf der Website des Bistums veröffentlicht.
Nach Einschätzung von „Religión Digital“ liegt die wesentliche Neuerung nicht allein in der Verabschiedung neuer Regeln, sondern in dem von der Diözese angestrebten Paradigmenwechsel. Denn bislang konnten einzelne Pfarreien erwachsene Taufbewerber individuell auf die Taufe vorbereiten. Künftig aber müssen sich alle Erwachsenen dem einheitlichen diözesanen Katechumenat anschließen, das von der Diözesanabteilung für Katechese zur christlichen Initiation und zum Katechumenat organisiert und beaufsichtigt wird. Das Dokument betont, dass keinem Kandidaten der Zugang zu diesem Standardweg verwehrt werden darf. Pfarrer sind verpflichtet, die Diözesanabteilung über Taufanfragen von Personen zu informieren, die das vierzehnte Lebensjahr vollendet haben; Die zuständige diözesane Stelle entscheidet anschließend, welcher Katechumenatsgruppe der jeweilige Kandidat zugeteilt wird, und koordiniert den gesamten Ablauf mit der jeweiligen Pfarrei. Für Jugendliche zwischen 13 und 17 Jahren sind eigene altersmäßig geeignete Veranstaltungen und Gruppen vorgesehen.
Die Diözese legt fest, dass das Katechumenat im Regelfall zwei volle liturgische Jahre umfasst – ein Zeitraum, der als notwendig erachtet wird, um ein authentisches Reifen im Glauben zu gewährleisten und eine ernsthafte Prüfung der Berufung vor dem Empfang der Sakramente zu ermöglichen, berichtet „Religión digital“ weiter.
Die Katechumenatsausbildung orientiert sich am offiziellen Katechismus der Spanischen Bischofskonferenz, „Buscad al Señor“ („Suchet den Herrn“), ergänzt durch die dazugehörigen liturgischen Feiern und einen speziellen Leitfaden für Katecheten.
Das Dokument betont, dass der Katechumene schrittweise in das Leben der Kirche integriert werden muss – durch Gebet, Teilnahme an der Liturgie, Gemeinschaftsleben und die Ausübung der Nächstenliebe.
Die Bestimmungen geben einem diözesanweiten Modell klar den Vorzug gegenüber isolierten Einzelinitiativen. Ziel ist es, Unterschiede zwischen den Pfarreien zu vermeiden und sicherzustellen, dass alle Kandidaten die gleiche Ausbildung erhalten und dieselben Phasen durchlaufen, bevor sie zu den Sakramenten zugelassen werden. Die Taufe findet regulär in der Osternacht statt.
Das Dokument stellt, so schildert „Religión Digital“ weiter, zudem die klassische liturgische Dimension des Katechumenats wieder her. Nach der Aufnahme in das Katechumenat feiern die Kandidaten zu Beginn der Fastenzeit den Ritus der Zulassung, bevorzugt in der Kathedrale und unter dem Vorsitz des Bischofs. Während dieser Zeit durchlaufen sie die sogenannten Skrutinien sowie weitere Riten, die im Ritus der christlichen Initiation Erwachsener vorgesehen sind. Der Empfang von Taufe, Firmung und Eucharistie erfolgt im Regelfall in der Osternacht.
Es sind begründete Ausnahmen vom regulären zweijährigen Weg möglich, etwa, damit eine bislang nichtgetaufte Person eine gültige Ehe eingehen kann, oder auch in Lebensgefahr.
Foto: Bischof Santiago Gómez Sierra während der Taufe einer jungen Frau (c) Bistum Huelva
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harvester vor 1 Stunden: Zweischneidige Sache!
Einerseits: Man kann gar nicht genug über den christlichen Glauben lernen. Da sind zwei Jahre Unterricht sicher nicht zuviel.
Andererseits: Im Neuen Testament erhalten Menschen sofort nach ihrer Bekehrung die Heilige Taufe. Gelernt wurde dann ein Leben lang.
Stefan Fleischer vor 3 Stunden: Ja, die Firmung
Aus meiner Sicht wäre es das Einfachste, um das Glaubenswissens von uns Katholiken wieder auf einen genügenden Stand zu bringen, wenn analog zu einer solchen Taufvorbereitung der Besuch (und eine erfolgreiche Abschlussprüfung) ein einheitlicher ebenfalls 2-jähriger Vorbereitungskurs für den Empfang der heiligen Firmung zwingend vorgeschrieben würde. Ein solcher könnte auch zweistufig geführt werden, der erste Teil zur Vermittlung der elementarsten Wissens- und Glaubenspraktiken, der zweite zur Vertiefung und zur direkten Vorbereitung auf die Firmung. Eine Zwischenprüfung zwischen den beiden könne es ermöglichen, nur Kandidaten zum zweiten Teil zuzulassen, welchen diesem auch zu folgen vermögen. In wie weit es möglich wäre, so jenen den ersten Teil zu erlassen, welche, z.B. von Haus genügend vorbereitet sind. Ebeno wäre die Möglichkeit zu prüfe, bereits gefirmten Gläubigen eine freiwillige Teilnahme zu ermöglichen, wäre ebenfalls zu prüfen.
Fragender087 vor 3 Stunden: man kann sich nicht helfen
aber es scheint, als wolle die Kirche in Europa mit aller Macht untergehen. Prinzipiell ist eine ausführliche Taufvorbereitung nicht schlecht. Aber es ist mittlerweile so, dass überall, alles zur Kommunion rennt, egal ob sie es dürften oder nicht. Und jedem der das kritisiert wird Lieblosigkeit vorgeworfen. Nur bei denen die es offiziell tun wollen, da leg ich plötzlcizh hohe Hürden an. Es ist auch die Frage was der Katechumenenunterricht so inhaltlich rüberbringt. Die Signale die die offizielle Kirche aussendet sind eben hochgradig widersprüchlich. Einerseits todos, todos, seid pastoral, andererseits wird auf den alten Formen rumgeritten. Es scheint mir fast als wolle man die Taufbewerber vertreiben, und das mit frommer Rhetorik, wie wir es auch in anderen Fällen gewohnt sind,
Couperin vor 5 Stunden: Katechumenat nachholen!
Der (2025 verstorbene) Wiener Pfarrer und Pastoraltheologe Paul Weß ist dafür eingetreten, für als Säuglinge Getaufte einen nachgeholten Katechumenat einzuführen, der auch die bewusste Entscheidung für den Glauben ermöglicht. So könnte man die Nachteile der Säuglingstaufe ausgleichen, und es gäbe nicht zwei Kategorien von Katholiken: solche, die sich als Erwachsene für das Christentum entschieden haben, und solche, die als Kinder getauft wurden und, solange sie nicht ausgetreten sind, als vollwertige Gläubige gelten.
Fink vor 6 Stunden: Die Sakramente sollen nicht zum Billigpreis verschleudert werden !
Die Diskussion um die Taufe von unmündigen Kleinkindern hatten wir hier schon. Ein ewiges Thema.
"Wer aber glaubt und sich taufen lässt, der wird gerettet werden" - sagt der Herr Jesus im Evangelium.
Es braucht also Taufe UND Glaube als Voraussetzung für das ewige Heil. Die Hürden für eine Taufe von Jugendlichen und Erwachsenen sollen durchaus hoch sein, was Glaubenswissen und Glauben betrifft.
Jothekieker vor 8 Stunden: Eine große Hürde
Der typische Katholik wird als Kleinkind getauft und hat dann in der Familie nur wenig Berührungspunkte zum Glauben.
Dann erhält er einen Religionsunterricht, der alles mögliche leistet, nur keine Vermittlung von Glaubenswissen. Zwischendurch erzählt ihm eine Gemeindereferentin etwas von geweihtem Brot und er empfängt den Leib des Herrn, ohne zu wissen, was das bedeutet.
Im Firmunterricht darf er dann unter Anleitung einer weiteren Gemeindereferentin irgendwelche Dönekes machen und sieht danach den Innenraum einer Kirche nur noch bei touristischen Gelegenheiten.
Wenn er nicht auf das Erbe der katholischen Großmutter scharf ist, verläßt er die Kirche nach seiner erstem Lohnabrechnung wegen des Kirchensteuerabzuges.
Da finde ich die zwei Jahre Vorbereitungszeit schon etwas lang.
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