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vor 7 Stunden in Aktuelles, 1 Lesermeinung
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Leo XIV.: Die Gleichnisse vom verborgenen Schatz und von der kostbaren Perle: was im Leben wirklich zählt. Die Wende, die das Leben nicht einschränkt, sondern weitet. Von Armin Schwibach
Rom (kath.net/as) Auf der Piazza della Libertà vor dem Apostolischen Palast in Castel Gandolfo stellte Papst Leo XIV. beim Angelus am Siebzehnten Sonntag im Jahreskreis das Geheimnis des Reiches Gottes in den Mittelpunkt seiner Katechese. Ausgehend von den Gleichnissen des Matthäusevangeliums, in denen das Reich Gottes mit einem verborgenen Schatz und einer kostbaren Perle verglichen werde (vgl. Mt 13,44–52), führte er aus, dass diese Bilder die Überraschung dessen erkennen ließen, der etwas finde, worauf er nicht einmal zu hoffen gewagt hätte, sodass „der Verkauf oder der Verzicht auf alles nun nicht mehr als Verlust, sondern als Gewinn erscheint“.
Die Evangelisten hätten bereits auf den ersten Seiten ihrer Berichte den Ruf Jesu zur Nachfolge als einen Ruf beschrieben, der „unwiderstehlich“ gewesen sei: „frei, gewiss, aber dringlich und fähig, eine bereitwillige und von Sehnsucht getragene Antwort hervorzurufen“. Darin habe sich nach den Worten des Papstes ein erster wesentlicher Zug der Weise gezeigt, in der Gott dem Menschen nahekomme und sich finden lasse. Die Begegnung mit seinem Reich stelle eine Wende dar, „die das Leben nicht einschränkt, sondern weitet“. Deshalb gehe es, wenn sich im Leben etwas verändern müsse, gerade nicht darum, Möglichkeiten aufzugeben, sondern vielmehr darum, sie zu vermehren.
Dann lenkte Leo XIV. den Blick auf einen zweiten Gesichtspunkt, dem Jesus große Bedeutung beigemessen habe. Der verborgene Schatz werde vermutlich von einem Bauern entdeckt, während die kostbare Perle von einem Kaufmann, möglicherweise einem Reisenden, als außergewöhnlich wertvoll erkannt werde. Hinzu träten weitere Gleichnisse, in denen Fischer oder ein Schriftgelehrter, „ein Experte für Altes und Neues“, die handelnden Personen seien. Andere Gleichnisse sprächen von einer Frau, die Mehl knete, einer Frau, die ihr Haus aufräume, einem König, der einen Krieg plane, einem Mann, der einen Turm entwerfe, von Verwaltern, die Zahlungen oder Investitionen verwalteten, sowie von Hirten und Bauern. Daraus folge, dass das Reich Gottes seine unschätzbare Schönheit auf unterschiedlichen Wegen offenbare und „alle - Männer und Frauen, Junge und Alte, Arme und Reiche - zu einer tiefgreifenden Erneuerung“ rufe. Jeder Mensch könne dieses Reich verstehen und sich von ihm anziehen lassen.
Von dort aus wandte sich der Papst der Kirche zu, die auch in der Gegenwart eine Gemeinschaft von Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kultur, Fähigkeiten und Verantwortung bilde. Alle seien jedoch dazu berufen, zu erkennen, „dass sie in Jesus Christus ‚eins‘ sind“. Christus selbst sei „der verborgene Schatz, die kostbare Perle, das Netz, das die Verlorenen einfängt“. Jesus habe von Anfang an Menschen berufen und um sich versammelt, „die sich ansonsten niemals begegnet wären“. Gerade darin habe er sichtbar gemacht, „dass Gott niemanden bevorzugt und dass in seiner Erwählung eine Vorliebe zum Ausdruck kommt, insbesondere für die Kleinen und Ausgestoßenen“.
Zum Abschluss seiner Betrachtung griff Leo XIV. das Beispiel des jungen Königs Salomo auf. Den Gläubigen bleibe bloß, um eine Gabe zu bitten: „dieselbe, um die der junge König Salomo gebeten hatte“. Es handle sich um jene Gabe, „die kostbare Perle auszumachen, jenen Schatz erkennen zu können, der es wert ist, dass wir für ihn alles verkaufen“. Dem stellte Leo XIV. die gegenwärtige Konsumkultur gegenüber, deren Dynamik den Geschmack des Menschen fortwährend verändere: „Während die Konsumindustrie unseren Geschmack verändert, indem sie stets neue Bedürfnisse weckt, um uns dann etwas zu verkaufen, das nicht sättigt und manchmal das Herz vergiftet, müssen wir lernen, das zu erkennen, was wirklich zählt: den Schatz der Beziehung zu Gott, die uns die Freude eröffnet und uns hilft, unsere Beziehungen untereinander bestmöglich zu gestalten“.
Abschließend vertraute der Papst diese Bitte der Fürsprache der Gottesmutter an. Maria, „die der Sitz der Weisheit ist“, möge „unseren Wunsch nach Leben auf Jesus ausrichten, damit es sich in seiner ganzen Fülle verwirkliche“.
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Stefan Fleischer vor 4 Stunden: was wirklich zählt
«das zu erkennen, was wirklich zählt: den Schatz der Beziehung zu Gott, die uns die Freude eröffnet und uns hilft, unsere Beziehungen untereinander bestmöglich zu gestalten“.
Genau darum geht es. Leider aber geht es in unserer Kirche sehr oft zuerst um das irdische Heil des Menschen. Die Seelsorge heute ist auf dem besten Weg zur Leibsorge zu verkommen. Das Reich Gottes wird auf sein Reich hier und jetzt reduziert, das ewige Heil wird sträflich vernachlässigt. Wenigstens soweit ich es beobachten kann.
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