kath.net katholische Nachrichten

Aktuelles | Chronik | Deutschland | Österreich | Schweiz | Kommentar | Interview | Weltkirche | Prolife | Familie | Jugend | Spirituelles | Kultur | Buchtipp


Medjugorje: Brandanschlag und Schändungen kurz vor Jugendfestival

vor 5 Stunden in Aktuelles, 13 Lesermeinungen
Artikel versenden | Tippfehler melden


Marienstatuen des Ortes mit Graffitis und Schmähbotschaften verunstaltet, Außenaltar angezündet - Überwachungskamera filmte mutmaßlichen Täter


Medjugorje (kath.net/KAP) Mehrere Vandalismusakte haben in der Nacht auf Dienstag den Wallfahrtsort Medjugorje in Bosnien-Herzegowina erschüttert. Nach Angaben der Polizei des Kantons Herzegowina-Neretva wurde um 4.30 Uhr die Beschädigung einer Marienstatue auf dem Erscheinungsberg Podbrdo gemeldet. Eine halbe Stunde später ging die Anzeige über einen Brand am Außenaltar hinter der Pfarrkirche St. Jakobus ein. Das Feuer konnte rasch gelöscht werden und griff nicht auf die Kirche über. Der erst vor kurzem renovierte Altar wurde jedoch beschädigt. Die Polizei sicherte beide Tatorte und leitete Ermittlungen ein.

Nach übereinstimmenden Medienberichten beschmierten die Täter mehrere Marienstatuen am Erscheinungsberg Podbrdo und am als Gebetsstätte bekannten "Blauen Kreuz" mit schwarzer Farbe. Auf den Sockel der Statue am Podbrdo wurden Graffitis mit Schmähungen in englischer Sprache geschrieben und Transparente mit Botschaften gegen den Wallfahrtsort, die Jungfrau Maria und die Seher der Marienerscheinungen angebracht. Auch vom Kreuzberg Krizevac wurden Spuren von Vandalismus gemeldet.


In sozialen Medien verbreiteten sich zudem Aufnahmen einer Überwachungskamera, die einen Mann zeigen sollen, der gegen 4.46 Uhr den Außenaltar mit einer Flüssigkeit übergießt, anzündet und anschließend flüchtet. Eine offizielle Bestätigung der Echtheit der Aufnahmen lag zunächst nicht vor.

Die Zwischenfälle fallen mit dem Höhepunkt der Pilgersaison in Medjugorje zusammen, wo am 25. Juni der 45. Jahrestag der ersten Berichte von Marienerscheinungen sowie am Samstag (25. Juli) zum Fest des Pfarrpatrons St. Jakobus gefeiert worden war. Am kommenden Samstag (1. August) beginnt die bereits 37. Auflage des Internationalen Jugendfestivals (Mladifest). Zu dem fünftägigen Glaubenstreffen werden an die 50.000 Jugendliche aus aller Welt erwartet. Der vom Brandanschlag betroffene Außenaltar steht dabei im Zentrum der Veranstaltung.

Die Pfarre Medjugorje bestätigte in einer Stellungnahme vom Dienstag die Beschädigungen und erklärte, die Wallfahrtsstätte bleibe dennoch für alle Pilger geöffnet. Das Gebetsprogramm werde regulär fortgesetzt, zugleich würden die betroffenen Bereiche gereinigt und die Schäden behoben, damit die Orte wieder als Stätten des Gebets und der Begegnung mit Gott dienen könnten. Die Verantwortlichen dankten allen Helfern, die mit ihrer Arbeit dazu beitrügen, den Wallfahrtsort als Ort des Friedens und der Verehrung der Jungfrau Maria zu erhalten.

Zugleich rief die Pfarre die Gläubigen dazu auf, auf den Vorfall "so zu reagieren, wie es uns die Muttergottes seit über 40 Jahren in Medjugorje lehrt: durch Gebet, Fasten und Vergebung". Man bete für die "Umkehr" der Verantwortlichen und darum, dass sie den Weg des Guten fänden. "Wir sollen nicht mit Bösem auf Böses antworten, sondern durch unser Leben Liebe, Vergebung und Hoffnung bezeugen", heißt es in der Erklärung. (Infos: www.medjugorje.hr/de)

Copyright 2026 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
(www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten

Foto: Eine der Schändungen


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

Tweet 




Lesermeinungen

arctotis vor 1 Stunden: @ Christine

„Hauptsache das Ergebnis passt. Mit der Wahrheit hat das jedoch absolut nichts mehr zu tun.“

Ihre Kommentare haben mit der Wahrheit auch nichts zu tun – in jedem Thema diffamieren Sie die FSSPX oder verteidigen dem Modernismus. Man muss nicht 2 Mal überlegen, wessen Geistes Kind Sie sind.

Christine vor 1 Stunden: @anjali

Habe ich das so missverständlich formuliert?
Nochmal zur Klarstellung:
Ich sagte damit NICHT, dass diese tätlichen Anschläge Pius-Anhänger gemacht haben!

Hope F. vor 1 Stunden: Wenn nichts mehr heilig ist

Gott straft auch. Das sollte man nicht vergessen. Dieses Verhalten macht Gott und die Gottesmutter sehr traurig. Umso mehr müssen wir beten. Wann das Strafgericht Gottes kommt ist nur eine Frage der Zeit.

anjali vor 2 Stunden: @Christine

Ist das so, dass die Piusbruderschaft Medjugorje komplett ablehnt? Das wusste ich nicht. Aber es scheint mir jedenfalls doch nicht dass Leute der Piusbruderschaft solche Sachen wie diese machen!?

Fragender087 vor 2 Stunden: @Robi7 ja es ist ironisch gemeint

Und sagen wir mal so: wenn jemand wirklich was ändern kann, dann der Himmel. Der aber beschränkt sich auf die Beschreibung der immer schlimmer werdender Zustande bei denen, die es eh schon sehen. Um einen eigentlich nötigen, langen Kommentar kurz zu machen. Ja Medjugorje ist ein Zeichen. Ein Zeichen für die Not der Gläubigen.

Robi7 vor 2 Stunden: Beten und fasten.

Die Gospa fleht uns geradezu an auch zu fasten - Mittwochs und Freitags. - Bingo! Das Fasten kann Gott mild stimmen. Morgen ist Mittwoch...

Christine vor 3 Stunden:

Es ist bekannt, dass die Piusbruderschaft Medjugorje komplett ablehnt.
Im Web kursiert eine hanebüchener "Bericht" über die Vorgänge in Medjugorje von einer längst verstorbenen Anhängerin der FSSPX. Die "Beweisführung" ist, wie auch bei anderen Themen, oberflächlich, punktuell herausgegriffen und voreingenommen interpretiert und bis zur Unkenntlichkeit verzerrt.

Hauptsache das Ergebnis passt. Mit der Wahrheit hat das jedoch absolut nichts mehr zu tun.

Wie sieht wohl geistigerweise so eine Marienstatue aus, die die Piusbruderschaft und ihre Anhänger "beschmutzen"? Ihnen ist überhaupt nicht bewusst, dass sie vielleicht auch die Gottesmutter damit bekämpfen könnten. Nicht nur die Akteure im Bericht brauchen Gebet. Welch eine Tragödie.

hiti vor 3 Stunden:

Für den oder die TäterInnen um Bekehrung beten. Dem Beispiel Jesu folgen.
Grüße

Robi7 vor 4 Stunden: @Fragender087

Ist das ironisch gemeint? Die selige Jungfrau Maria würde härtere Worte finden wenn die Gläubigen weltweit stärker im Glauben wären. So führt sie uns wie Kinder zart mit ihrer Hand zu Jesus und versucht unermüdlich die Welt zur Umkehr zu bewegen. Momentan geht es für die meisten extrem talabwärts. Können wir Gottes Zorn noch abwenden, oder zumindest den Schöpfer gnädiger stimmen? Wie lange noch geht es gut?

novara vor 4 Stunden: Furchtbar ist....

...dieser diabolischer Anschlag!

Erzengel Michael ...!!

Robi7 vor 4 Stunden: @anjali

Ich glaube, dass der Böse einen Schläfer aktiviert hat...

Sicherheitsmaßnahmen müssten auch hinsichtlich der spärlichen Bekleidung etlicher im sakramentalen Raum eingeführt werden.

Fragender087 vor 4 Stunden: nun mal sehen ob die Gospa dazu was sagt.

anjali vor 4 Stunden: Medjugorje

Sehr schlimm. Und weshalb ????? Ich hoffe auf sehr gute Sicherkeitsmassnahmen.

Um selbst Kommentare verfassen zu können nützen sie bitte die Desktop-Version.


© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz