kath.net katholische Nachrichten

Aktuelles | Chronik | Deutschland | Österreich | Schweiz | Kommentar | Interview | Weltkirche | Prolife | Familie | Jugend | Spirituelles | Kultur | Buchtipp


USA: 98-jähriger Weltkriegsveteran empfängt die Taufe und wird katholisch

vor 2 Stunden in Spirituelles, 1 Lesermeinung
Artikel versenden | Tippfehler melden


Raymond Martin Sr. empfängt Taufe, Erstkommunion und Firmung in einer Seniorenwohnanlage.


Tucson (kath.net/Diözese Tucson/pl) Im Kreis von Familie, Pflegekräften und Mitbewohnern empfing der 98-jährige Raymond „Ray“ Martin Sr. am 16. Juli in der Wohnanlage „Villas of Marana“ in einer einzigen Feier die Sakramente der christlichen Initiation: Taufe, Erstkommunion und Firmung. Das berichtete die Diözese Tucson (US-Bundesstaat Arizona) in einer Presseaussendung.

Diakon Jack Trevino von der Pfarrei St. Elizabeth Ann Seton taufte Martin, nachdem er ihn auf seinem Glaubensweg begleitet hatte. Pfr. Edson von der katholischen Pfarrei St. Christopher spendete ihm die Erstkommunion und die Firmung, wobei für die Firmung eine Dispens von Bischof Misko vorlag. 


Martins Tochter Joanne, sein Schwiegersohn Michael, Mitarbeiter, Mitbewohner sowie der Seminarist Josue Limon wohnten der Feier bei. Diakon Trevino berichtete, dass Martin während des gesamten Ritus eine ehrfürchtige Haltung zeigte, Tränen in den Augen hatte und Pfr. Edson zutiefst dankbar war. Joanne erzählte, dass die Sakramente ihrem Vater großen Frieden und Trost geschenkt hätten. 

Martin ist ein Veteran der US-Armee aus dem Zweiten Weltkrieg, der auf Okinawa und den Philippinen diente; später war er 27 Jahre lang als Polizeibeamter in Illinois tätig. Jahrelang besuchte er gemeinsam mit seiner verstorbenen Frau Ann Marie die Heilige Messe und betete den Rosenkranz. Laut Diakon Trevino hatte Martin zwar stets geglaubt, tat sich jedoch bis dahin schwer damit, über seinen Glauben zu sprechen. Dass Martin im Alter von 98 Jahren in die katholische Kirche aufgenommen wurde, ist eine freudige Erinnerung daran, dass es nie zu spät ist, sich der Gnade Gottes zu öffnen.

Fotos des Täuflings (c) Diözese Tucson

Hintergrund
Erst vor kurzem hat Papst Leo in seiner Botschaft zum Welttag der Großeltern und Senioren auf folgendes hingewiesen: So können wir als Christen das Alter leben: „gebrechlich“, aber zugleich „berufen“. Ein Mann und eine Frau können nämlich noch im Alter wiedergeboren werden (vgl. Joh 3,4–6) und mit dem Propheten ausrufen: »Durch Umkehr und Ruhe werdet ihr gerettet, im Stillhalten und Vertrauen liegt eure Kraft« (Jes 30,15) - siehe Link.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

Tweet 




Lesermeinungen

borromeo vor 1 Stunden: Genau darum geht es:

Es ist nie zu spät, sich dem Glauben an den dreifaltigen Gott zuzuwenden. Das ist sehr tröstlich zu wissen, gerade in einer Zeit, in dem man dem dramatischen Glaubensverfall scheinbar machtlos gegenübersteht. Ich sehe das an meiner eigenen Umgebung: Der christliche Glaube spielt im Leben so vieler Menschen anscheinend überhaupt keine Rolle mehr. Und dennoch: Es lohnt sich, auch den noch so kleinen Samen auszusäen in der Hoffnung, daß er vielleicht doch einmal aufgehen könnte.

Was wir Menschen aus unserer kleinen Kraft heraus nicht vermögen, Gott kann es. Aber wir können unseren Teil vielleicht dazu beitragen, auch dazu sind wir berufen. Weil er dies so schön verdeutlicht, gefällt mir der Bericht von der Taufe im hohen Alter sehr.

Um selbst Kommentare verfassen zu können nützen sie bitte die Desktop-Version.


© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz