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Die Brotvermehrung als Zeichen des Reiches Gottes. Die Gnade der Eucharistie

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Leo XIV.: Das Brot des Lebens in der Wüste. Christus stillt den Hunger nach Wahrheit und Leben. Die Brotvermehrung als Offenbarung des Heils, als Hinweis auf die Eucharistie und als Aufruf zum Teilen. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Beim Angelus am Achtzehnten Sonntag im Jahreskreis stellte Papst Leo XIV. das Evangelium von der Brotvermehrung (Mt 14,13–21) in den Mittelpunkt seiner Katechese und erläuterte dessen Bedeutung für das Verständnis der Sendung Christi. Bereits die zahlreichen Wunder Jesu, von denen das Evangelium berichte, machten deutlich, dass es sich um Taten handle, die seine besondere Zuwendung zu uns zum Ausdruck bringen, also das Heil, das er der Welt bringt. Darin werde erkennbar, dass „der Herr es ist, der dem Leben Sinn verleiht, indem er es vom Bösen und von der Sünde befreit“.

Die Heilungen, bei denen Christus den Blinden das Augenlicht und den Tauben das Gehör zurückgegeben habe, seien deshalb nicht lediglich außergewöhnliche Zeichen gewesen. Vielmehr habe Jesus dadurch allen verkündet, „dass das Reich Gottes nahe ist“. Das Evangelium des Tages bezeuge jedoch noch mehr. Christus beschränke sich nicht darauf, den Menschen die fehlenden Sinne wiederzugeben, sondern „dass er unseren Sinnen Freude bereitet“. Dem Tauben, der wieder hören könne, verkünde der Herr „die Frohe Botschaft, die es zu hören gilt“. Dem Blinden, der wieder sehen könne, zeige er „das herrliche Werk der Erlösung, das sich für ihn vollzieht“.

In gleicher Weise schenke Jesus den Hungrigen Nahrung. Die Brotvermehrung bedeute, dass die Begegnung mit dem Herrn eine nährende Erfahrung sei. Gerade in der Wüste, also am Ort unserer Not, sei Christus „das Brot des Lebens“. Durch ihn sei das Lebensnotwendige im Überfluss vorhanden. Das Evangelium halte ausdrücklich fest: „Alle aßen und wurden satt“, und es blieben „zwölf Körbe voll“ übrig. Diese Zahl, führte der Papst aus, verdeutliche, „dass die Gabe des Herrn für alle bestimmt ist und dass seine Fürsorge für uns nie nachlässt“.


Von diesem Wunder ausgehend richtete Leo XIV. den Blick auf den tieferen Hunger des Menschen: „Christus stillt wirklich den Hunger der Menschheit, unseren Hunger nach Wahrheit und Leben“. Zugleich lehre seine Tat, „dass nichts vergeudet wird, wenn es geteilt wird“. Demgegenüber seien das Anhäufen und das Wegwerfen zwei Seiten desselben Übels, nämlich der Habgier. Diese bezeichnete der Papst als „Krankheit der Seele“, die den Menschen das Bewusstsein verlieren lasse, „weil sie uns derart durch Reichtümer berauscht, dass wir diejenigen vergessen, die vor Hunger weinen und vor Durst schreien“. Dem Überfluss vergänglicher Güter stünden deshalb „die ausgestreckten Hände derer gegenüber, die nichts zu essen haben, und die niedergebrannten Häuser derer, die ohne Frieden leben“.

Vor diesem Hintergrund lud der Papst dazu ein, den Blick auf Christus zu richten: „Lasst uns in der Wüste des Krieges und der Überheblichkeit darauf schauen, mit wie viel Güte der Herr ‚zum Himmel aufblickte, den Lobpreis sprach, die Brote brach und sie den Jüngern gab‘, damit diese sie an die Menge austeilten“. In diesem Geschehen, in diesem Wunder der Liebe erkenne die Kirche „die typischen Handlungen Jesu, die ihren Höhepunkt im Letzten Abendmahl finden“. Dort übergebe der Sohn Gottes „sein eigenes Leben, als unser Bruder in der Menschheit“. Daraus leitete Leo XIV. eine Einladung zum eucharistischen Leben ab: „Verkosten wir die Gnade der Eucharistie und bemühen wir uns dabei, deren Schönheit durch unsere alltäglichen Taten zu bezeugen - angefangen beim Tischgebet, wenn wir das Brot in der Familie und unter Freunden teilen“. In der Gemeinschaft mit Jesus könne „auch der Urlaub zu einer Zeit der Ruhe und Geschwisterlichkeit werden, indem wir diejenigen in unserer Umgebung berücksichtigen, die in Not sind“.

Zum Abschluss der Katechese vertraute der Papst diese Bitte der Fürsprache der Gottesmutter an: „Bitten wir also die Jungfrau Maria, die fürsorgliche Mutter, dass sie uns in der Liebe wachsen lasse, damit es niemandem am täglichen Brot fehle“.

Foto (c) Vatican Media

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Nach dem Angelus:

Liebe Brüder und Schwestern,

ich verfolge mit Sorge die beunruhigende Lage in Ceuta und bitte Gott durch die Fürsprache Unserer Lieben Frau von Afrika, dass Lösungen im Sinne des Friedens, der Stabilität und der Gerechtigkeit gefunden werden mögen.

Beten wir weiterhin für den Frieden, damit die Kriege in der Welt ein Ende finden und diplomatische Lösungen für die Konflikte gefunden werden. Gedenken wir aller Opfer der Auseinandersetzungen, insbesondere der Schwächsten und Schutzlosen: der Kinder, der älteren Menschen und der Kranken. Der Herr möge diejenigen trösten, die leiden, und das Wirken derer segnen, die Hilfe und Trost spenden.

In diesen Tagen begehen wir die „Vergebung von Assisi“. Der heilige Franziskus erlangte diesen Ablass im Jahr 1216 von Papst Honorius III., nachdem er in der Portiunculakapelle im Gebet in einer Vision von Jesus und Maria, die von Engeln umgeben waren, dazu angeregt wurde. Danke wir dem Herrn für dieses große Geschenk und nehmen wir es uns zu Herzen, insbesondere während der Achthundertjahrfeier seit dem Transitus des „Poverello“ von Assisi, der am 3. Oktober 1226 in der Portiuncula verstorben ist.

Ich grüße euch alle, Römer und Pilger aus verschiedenen Ländern: insbesondere die „Giovanissimi“ aus den Pfarreien Saccolongo und Creola (Padua), die Jugendlichen der Pfarrei San Giovanni Bosco in Altamura und die Kinder der Pastoralgemeinschaft von Castelfranco Veneto, begleitet von ihren Priestern und Betreuern.

Ich wünsche allen einen schönen Sonntag!

 


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