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vor 8 Stunden in Weltkirche, 5 Lesermeinungen
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Knackiger „The Australian“-Kommentar: Aufschwung des Christentums, vor allem des Katholizismus, sei in Australien und Europa „unstoppable“ – Ausnahme sei nur Deutschland mit seinen „swinging bishops“
Syndey (kath.net/pl) „Zu Ostern erlebte die St. Mary’s Cathedral in Sydney eine geradezu beschämende Rekordzahl von fast 400 Personen, die offiziell der katholischen Kirche beitraten, während weitere 100 den ersten Schritt dazu unternahmen. Bei der großen Mehrheit handelte es sich um ganz normale Australier, die es eigentlich besser hätten wissen müssen.“ Auch in Melbourne zeige sich derselbe Trend, und die Priesterseminare füllten sich mit neuen Berufungen, obwohl es der Kirche angeblich an Priestern mangele. Dies sei obendrein kein lokales Phänomen, sondern Teil eines internationalen Aufschwungs. Darauf weist Greg Craven in seinem sprachlich pointierten Kommentar in der großen australischen Mainstreamzeitung „The Australian“ hin. Zwar werde im säkularen Narrativ der Tod Gottes proklamiert, doch Totgesagte lebten länger und dies sei bezüglich der Religion die Realität.
Craven beobachtet einen weltweiten Anstieg der Religion, mit besonderer Betonung des Christentums – und hier sei besonders der Katholizismus hervorzuheben. Dies bilde sich auch in Australien ab. Der bemerkenswerte Aufschwung des australischen Katholizismus sei keineswegs ausschließlich auf die Zuwanderung zurückzuführen („die braunäugige Kirche“ – Filipinos, Inder, Vietnamesen etc.), sondern er wachse zunehmend auch bei „helläugigen, städtischen Australiern, die Namen tragen wie Hudson und Mia“.
Wörtlich kritisiert Craven: „Wir leben in einer zutiefst materialistischen Gesellschaft. Was zählt, sind elektronische Spielereien, Immobilien und Autos. Wir bemessen unseren Wert in Geld und nehmen lemmingartig an Massenfreizeitaktivitäten wie dem Training in seelenlosen Fitnessstudios teil. […] Am ehesten kommen wir einer wirklich spirituellen Erfahrung bei einer bezahlten Führung durch eine Ökoanlage nahe.“
Allerdings sei der Mensch nicht auf reine Materialität ausgelegt, Menschen sind „nicht wirklich so verdrahtet. Wir wissen, dass unsere Existenz endlich ist, nicht nur zeitlich, sondern auch inhaltlich. […] Wir sehnen uns nach etwas Numinosem und Wirklichem jenseits der bloßen physischen Realität, nach etwas, das uns aus einer Welt befreit, die düster, kalt, unbarmherzig und sinnlos ist.“
Dabei suchten sich säkulare Menschen durchaus spirituellen Ersatz, z. B. eine Art religiöser Hingabe an den Klimawandel mit Greta Thunberg als „Jesus“-Vergleich. Oder auch speziell in Australien die Übernahme indigener Spiritualität – oft mit kultureller Aneignung. Doch Craven kritisiert hier die Doppelmoral: „Was wirklich bemerkenswert ist, ist, dass dieselben Australier, die den christlichen Gott beleidigend als ‚Himmelsfee‘ verspotten, die mystische Erfahrung der indigenen Australier mit fast erschreckendem Respekt behandeln.“ Um diese Doppelmoral zu karikiieren, fordert Craven säkulare Kommentatoren wie Peter FitzSimons, Jane Caro oder Amy Remeikis heraus, indigene Schöpfungsgeschichten in gleichem Maße zu verspotten.
Craven sieht in seinem Kommentar den Glauben nicht als sterbendes Relikt, sondern als Antwort auf tiefe menschliche Sehnsüchte in einer sinnentleerten Welt. Der Aufschwung sei „unstoppable“ und mache säkulare Eliten unruhig. Bischöfe in Australien würden inzwischen nach Europa reisen, um zu verstehen, was der Heilige Geist hier wirke – und es sei „very, very good“.
Die Situation in Europa schildert Craven aus seiner australischen Sicht folgendermaßen: In Italien seien die Kirchen gut besucht und man höre überall Kirchenglocken. In Paris sehe man viele junge Familien in den Bänken. In Italien sympathisierten normale Politiker wieder mit Jesus und dem Papst.
Nur für Deutschland weist Craven auf eine Ausnahme hin und schreibt sarkastisch: „In Deutschland hingegen, wo sich progressive Bischöfe [‚swinging bishops‘] eifrig um einen Kurswechsel bei Themen wie der Frauenordination und der gleichgeschlechtlichen Ehe bemühen, ist es die verlumpte Laienschaft [‚lumpy laity‘], die ihnen dabei in die Quere kommt.“
„Größer als [australischer] Football: Die unstoppbare Wiederbelegung des Glaubens“ „The Australian“-Kommentar: Aufschwung des Christentums, vor allem des Katholizismus, sei in Australien und Europa „unstoppable“ – Ausnahme sei nur Deutschland mit seinen „swinging bishops“
God is doing better box office than the AFL – and the numbers are making our secular elites uncomfortable. Read the full comment: https://t.co/FeZPwBNvYF pic.twitter.com/FBxQrtuwvi
— The Australian (@australian) August 2, 2026
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Versusdeum vor 4 Stunden: Kurswechsel?
Volle Zustimmung und "schön", dass wir Deutschen inzwischen auch bei diesem Thema wenigstens noch als abschreckendes Beispiel dienen können.
Doch wo versuchen sich unsere Bischöfe an einem Kurswechsel gegen die Laienapparatschiks? Gerade die unsäglichen Forderungen und Beschlüsse des "Synodalen Weges" belegen ja, dass fast alle Bischöfe die Revolution mittragen, selbst, wenn es nur auf Druck "von unten" (sic!) wäre.
Johannes14,6 vor 6 Stunden: "SWINGING BISHOPS"
das ist sehr freundlich gesagt, wenn man an das jüngste "Kommunikationsdesaster" von Erzbischof Koch denkt, der die provozierend exhibitionistische Darstellung sexueller Präferenzen als "frohes, bewegendes Fest" bezeichnete, dessen Abbruch "schrecklich" sei -- OHNE EIN WORT zum Islamistischen Motiv des Attentäters zu verlieren, geschweige denn den SCHAMVERLETZENDEN CHARAKTER DER PARADE zu kritisieren.
Vom DBK Vorsitzenden oder einem anderen Bischof nur
dröhnendes Schweigen.
naiverkatholik vor 6 Stunden: swinging bishops - interessante Bezeichnung und Wahrnehmung
Stimmt aber ziemlich. Was in Dogma und Moral nicht geändert werden kann, wird umgedeutet , neue Sexualmoral, Dogmenentwicklung....Swinging, das trifft es recht genau...
sdamon vor 6 Stunden: die Unauflöslichkeit der Ehe
Und warum Papageientaucher für Katholiken besonders interessant sind?
Weil sie in einer monogamen, unauflöslichen Ehe („bis der Tod sie scheidet“) leben. Die hübschen Vögel finden sich zum Brutgeschäft zusammen, trennen sich danach und im nächsten Jahr finden sie sich wieder zum Brutgeschäft.
Rolando vor 7 Stunden: Deutschland hat das Erbe des Protestantismus
was zu überwinden gilt
https://youtu.be/Drrxm3QxxY0?is=I6u0xMGsJvrZYdio
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