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Rom sollte in Deutschland endlich Bischöfe einsparen und Bistümer zusammenlegen!

vor 6 Stunden in Kommentar, 15 Lesermeinungen
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In Irland passieren derzeit interessante Dinge: Bistümer werden de facto zusammengelegt. Auch im deutschsprachigen Raum könnte man locker ein Dutzend Diözesen zusammenlegen und etliche Diözesanbischöfe einsparen. Ein Kommentar von Roland Noé


Dublin-Wien (kath.net)

Was vor wenigen Jahren im ländlichen Westen Irlands als vorsichtiges Experiment begann, hat nun auch den Osten der Insel erreicht: Die Zusammenlegung von Diözesen in persona episcopi. Mit der Ernennung von Bischof Gerard Nash zum zeitgleichen Oberhirten von Ferns und Ossory setzt der Vatikan einen bemerkenswerten Kurs fort. Formal bleiben die Bistümer zwar eigenständig, doch die Praxis spricht eine deutliche Sprache: Die irische Kirche schrumpft – und mit ihr ihr Verwaltungsapparat. Wenn historische Bistümer aus dem 6. und 7. Jahrhundert aus Personalmangel unter einer einzigen Bischofsmütze vereint werden, zeigt das vor allem eines: Wo die Substanz schwindet, müssen endlich auch die aufgeblähten Strukturen folgen.


Genau an diesem Punkt wird die Entwicklung in Irland zum Spiegel für die Katholische Kirche in Deutschland und den gesamten deutschsprachigen Raum. Während hierzulande die Zahl der Gläubigen und die Einnahmen seit Jahren dramatisch einbrechen, leistet man sich weiterhin 27 vollwertige Diözesen mit eigenen aufgeblähten Verwaltungen, Generalvikariaten, Domkapiteln und Bischofssitzen. Den Gläubigen ist kaum mehr vermittelbar, warum angesichts leerer Bänke und schwindender Priesterzahlen starr am Status quo festgehalten wird: Immer weniger Gläubige, aber unverändert viele Bischöfe.

Es ist höchste Zeit, dass in Deutschland, Österreich und der Schweiz bei den Kirchenstrukturen endlich konsequent gespart wird. Diözesen, die vor allem Pfarreien auflösen und kaum noch Priesternachwuchs hervorbringen, sollten aus Rom mit spürbaren Konsequenzen rechnen müssen. In Österreich könnten das Burgenland, das Bistum Gurk oder die Diözese Feldkirch problemlos von Nachbardiözesen mitverwaltet werden. Auch die Diözese Linz, die de facto kaum mehr Priesternachwuchs verzeichnet, könnte von Salzburg mitbetreut werden. Die entsprechenden Bischofssitze ließen sich schlicht einsparen.

Auch in Deutschland wissen die Katholiken vor Ort am besten, was sinnvoll und machbar ist. Das Einsparpotenzial von fünf bis zehn Diözesanbischöfen liegt auf der Hand.

Die Reduzierung und Fusion von Bistümern sowie die Zusammenlegung von Bischofssitzen böte enorme finanzielle Freiräume. Mittel, die nicht länger in der Verwaltung versickern, sondern endlich wieder direkt in die Seelsorge vor Ort und die Arbeit mit den Menschen investiert werden könnten. Wer den Status quo stur verwaltet, verpasst den Zeitpunkt für einen echten Neuanfang.

 

Foto: (c) GROK


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Lesermeinungen

Richelius vor 55 Minuten:

Keine gute Idee!
Je größer die Diözesen, desto weiter sind die Diözesanbischöfe von ihrer Herde weg, weil auch das visitieren seltener wird. Das schadet der Mission.

Fragender087 vor 1 Stunden: Ich finde man sollte mit der gleichen Begründung

mit der in Deutschland landauf landab die Pfarreien zusammengelegt werden - man denkt ja mittlerweile an riesige "Pastorale Räume" - auch an die Bistümer gehen! Maximal 4 Diözesen, Ost, West, Nord, Süd. Dann fieren wir ein großes Fest, verkaufen das als "Aufbruch in die neue Zeit," singen "Lasst uns neue Wege gehen" udn alles wird gut. Nee ernsthaft Wenn die Bischöfe ihren Job machen würden, wenn die ganzen Leute die da in den Verwaltungen sitzen ihre Arbeit auch zur Ehre Gottes machen würden, wäre die Struktur ja gut, aber so gleicht die katholische Kirche in Deutschland einem Museum, wo aber die meisten Mitarbeiter die ursprünglichen Bewohner, Erbauer udn Nutzer des jetzigen Museums, früheren Schlosses, nur doof finden.

chriseeb74 vor 2 Stunden: @Beethoven 70

Man merkt, dass sie keine Ahnung haben, denn die Bischöfe, Domkapitel usw. werden eben nicht vom Kirchensteuerzahler alimentiert...bitte erkundigen Sie sich bevor sie das nächste Mal so einen Blödsinn hier posten!

SalvatoreMio vor 2 Stunden: Passen die Berechnungen wirklich?

Quadratkilometer und "Köpfe" sind das eine, doch ist das alles? Da ist das schmale Italien mit viel Bergland und abgelegenen Ecken. Spielen nicht auch solche Strukturen eine bedeutende Rolle?

Beethoven70 vor 2 Stunden: Von alleine sparen die nicht

Wozu sparen, wenn jeden Monat der Steuer- und Kirchensteuerzahler verlässlich das Geld überweist?

chriseeb74 vor 3 Stunden: Grundsätzlich ein guter Vorschlag,

aber man sollte diesbezüglich dann doch erstmal in Italien anfangen, denn dort gibt es eine Bischofsinflation bei derzeit (lt. Wikipedia) noch 226 (Erz-)Bistümer...

SarahK vor 3 Stunden: @Antony und Fink

Ich war gerade vor ein paar Wochen noch in Knock, Sligo und Drogheda. Man kann die Anzahl der Katholiken mit der in D gar nicht vergleichen. Ich glaube die letzte Erfassung war 2022. ich hatte in Catholic Ireland gelesen, dass man auch Pfarreien zusammen legen will, auch einfach um Geld zu sparen. Knock mal außen vor, wo es wirklich voll war, waren überall auch die Wochentagsmessen gut besucht, und es gab in jeder Gemeinde in der ich die pfsrrnachrichten gelesen habe wöchentlich Beichte, manchmal täglich. Ich würde also fast sagen heute sind es noch weniger Katholiken als 2022 aber dafür gehen die. Unsere letzte Gastgeberin hat mich gefragt wie ich es kommt dass wir alle 3 zur Kirche gehen.Unter Tränen sprach sie darüber dass sie versucht ihren Enkelkindern von Gott zu erzählen und dass sie nicht wüsste, was sie bei ihren Kindern und Mann falsch gemacht hat. Ich finde generell sollte man nur die Kirchgänger als Katholiken zählen. Dann könnte man das eigentliche „Problem“ quantifizieren

antony vor 4 Stunden: Nun ja: Verhältnisse beachten.

- Irland: 3,7 Mio Katholiken, 26 Bistümer. Im Schnitt also 142.000 Katholiken pro Bistum.
- Deutschland: 19,2 Mio Katholiken, 27 Bistümer. Im Schnitt also 711.000 Katholiken pro Bistum. 5x so viele wie in Irland.
- Frankreich: ca. 37 Mio. Katholiken, 94 Bistümer. CA. 393.000 Katholiken pro Bistum. Gut die Hälfte von Deutschland.
- In Polen (27 Mio auf 41 Bistümer) 658.000
- Österreich 507.000 Katholiken pro Bistum
- Schweiz: 450.000

Von allen genannten Ländern hat Deutschland die größten Bistümer.

8994 vor 4 Stunden: ...

Das Problem sind eher die Verwaltungen der Diözesen, in denen die ganzen Synodalbewegten Mitarbeiter sitzen und alles dafür tun, um einen Aufbruch zu verhindern.

Fink vor 5 Stunden: In Gesamt-Irland gibt es 26 Bistümer, bei 4,3 Millionen Katholiken !

Das hat mir gerade die Künstliche Intelligenz KI von Google verraten. Also, da kann man ruhig Bistümer zusammenlegen !?
Insofern hat sich mein vorhergehender Beitrag erübrigt !

Fink vor 5 Stunden: Wie viele Diözesen gibt es in Irland ? Wie viele Katholiken pro Diözese ?

Im Vergleich dazu- wie sind die Verhältnisse in DE, Österreich, Schweiz ?
Solche Zahlen wären bei der Diskussion hilfreich.

Mariat vor 5 Stunden: Der Wunsch des Gedankens lässt sich nur schwer umsetzen !

An sich ist ihr sehr fundierter Vorschlag, Hr. Noé ja nicht einfach so erfunden, sondern hat schon seinen Grund.
Doch kaum ein Bischof bittet um seinen Rücktritt, ( aus Gewissensgründen),da er in seiner Diözese wenig oder kaum noch Priesternachwuchs hat, oder sehr wenig Kirchgänger.
Wenn allerdings der Papst beschließen sollte, weniger Bischöfe in ihrem Amt zu belassen - aus eben diesen Gründen, haben sie immer noch Anspruch darauf ihren Lebensunterhalt bestreiten zu können.
Also bleibt da eine Ersparniss?

www.domradio.de/glossar/so-funktioniert-der-ruecktritt-eines-bischofs

sdamon vor 5 Stunden: Irland - katholisch ?

Was vor wenigen Jahren im ländlichen Westen Irlands als vorsichtiges "Experiment begann, hat nun auch den Osten der Insel erreicht: Die Zusammenlegung von Diözesen in persona episcopi."

Ist das nicht ein der der Gründe für den Rückgang der katholischen Taufen in den letzten zehn Jahren um 30% ?
Die Zusammenlegung von Diözesen ist eine passive Reaktion auf die Wirklichkeit der Kirche und würde vermutlich nichts bringen. Nachdem die Homoehe in Irland nach einem Referendum vor 11 Jahren erlaubt wurde und die Abtreibungsgesetze ebenfalls nach einem Referendum vor 8 Jahren gelockert wurden, muss man sich nicht wundern, wohin die Reise der einst katholischen Iren geht.

Versusdeum vor 6 Stunden: Und wenn man die Spreu vom Weizen trennt,

würde dies auch dem Glauben und dem Seelenheil der Herde dienen. Und nein, das Gleichnis will uns ganz sicher nicht sagen, dass man Irrlehrer in Priesterseminaren oder auf Bischofssitzen belassen soll, sondern, dass sich erst im letzten Moment des endgültig entscheidet, ob ein Mensch ewig gerettet wird oder nicht. Denn der HERR sagte, "... und lehret sie alles zu halten, was ich Euch geboten habe", nicht, "sucht Euch davon raus, was Euch in den Kram passt"

Sint Bavo vor 6 Stunden: Logische Konsequenz

Hinsichtlich der ganzen Pfarrauflösungen und -zusammenlegungen ist das ja nur die logische Konsequenz und wahrscheinlich nur noch eine Frage der Zeit.

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