
Aktuelles | Chronik | Deutschland | Österreich | Schweiz | Kommentar | Interview | Weltkirche | Prolife | Familie | Jugend | Spirituelles | Kultur | Buchtipp

vor 9 Stunden in Kommentar, 8 Lesermeinungen
Artikel versenden | Tippfehler melden
Sind daher die Kirchgänger, die den Glauben am Sonntag noch ernst nehmen und eine Hl. Messe besuchen, für den Ministerpräsidenten von NRW „frömmelnd“? Ein Kommentar von Roland Noé
Linz (kath.net/rn)
Zu Hause werde gebetet, wenn er abends da sei. Er möchte seinen Töchtern ein „Wertegerüst“ anbieten. NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) gab vor einigen Tagen im Funke-Podcast tiefere Einblicke in sein Privatleben. Was er dort präsentiert, ist das Lehrbuchbeispiel eines modernen Wohlfühl-Katholizismus: unverbindlich, konsumorientiert und frei von Pflichten.
Wüst betont, seine Familie sei „nicht frömmelnd“ und der sonntägliche Kirchgang gehöre schlicht nicht zu seiner Praxis. Interessant: Sind daher die Kirchgänger, die den Glauben am Sonntag noch ernst nehmen und eine Hl. Messe besuchen, für den Ministerpräsidenten von NRW „frömmelnd“?
Dass Glauben jedoch kein reines Buffet ist, aus dem man sich bequem nur die wohlschmeckenden Rosinen herauspickt, blendet der Christdemokrat offensichtlich aus. Wer den christlichen Glauben nicht nur als kulturelles Accessoire vor sich hertragen, sondern tatsächlich leben will, für den ist die Praxis eben kein vernachlässigbares Beiwerk.
Ein gelebter Glaube erschöpft sich nicht in heimischer Wohlfühlatmosphäre nach Feierabend. Er sucht die Gemeinschaft, das Sakrament und das Bekenntnis – und dazu gehört ganz zentral die Teilnahme an der Sonntagsmesse. Wer sich hier ausklinkt, degradiert den Glauben zu einer rein individuellen Befindlichkeit.
Dass Wüst seinen Töchtern das Christentum lediglich als „Angebot“ hinterlassen will, wirkt wie die konsequente Fortsetzung dieser Haltung von de facto Unverbindlichkeit. Eine Spiritualität ohne sonntägliche Praxis und eine Tradition ohne sichtbaren Vollzug bieten Kindern kein echtes Fundament, sondern nur ein unverbindliches Orientierungsangebot im Supermarkt der Möglichkeiten.
Eine Frage hätte ich noch an Herrn Wüst: Denken Sie, dass Ihre Kinder den Glauben später wirklich ernst nehmen? Und was denken die vielen gläubigen Muslime in Deutschland darüber, über Katholiken, die den eigenen Glauben so wenig ernst nehmen?
Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!
gebsy vor 3 Stunden: Kompendium
@Stefan Fleischer - ist das Kompendium handlich und ausreichend?
www.vatican.va/archive/compendium_ccc/documents/archive_2005_compendium-ccc_ge.html
ggk vor 3 Stunden: Wüst & Co
Was erwartet ihr eigentlich von einem C-Politiker?
Die Politik ist, wie die deutsche kath. Amtskirche, vom Zeitgeist zersetzt. Ein Christ der seinen Glauben ernst nimmt kommt als Politiker z. Zt. nicht über die Kommunalebene hinaus. Die gibt es auch noch in der CDU. Vom Volk werden Politiker gewünscht und gewählt die dem Zeitgeist entsprechen, z.B. Wüst auf dem CSD Wagen u.ä. Es gibt auch noch ein paar einsame Leuchtfeuer wie unsere Bundestagspräsidentin die die Regenbogenfahne nicht zugelassen hat. Diese Leuchtfeuer werden bald als Rechtsextremisten eingeordnet. Wer die Politik christlicher gestaltet haben will muss sich Mitstreiter suchen und aktiv werden. Meckern und die AfD wählen ist kein Ausweg.
Stefan Fleischer vor 4 Stunden: Gibt es irgendwo
eine "Auslegeordnung" dessen, was ein römisch-katholischer Christ glauben und welche anderen Voraussetzungen er (mindestens) erfüllen muss, um rechtmässig als solcher auftreten zu können? Das würde in solchen und ähnlichen Fällen schnell und einfach Klarheit schaffen.
Lupivius vor 5 Stunden: Die Union
Ich habe wenige Tage der Abstimmung über die Ehe für Alle jene Partei verlassen. Das "C" ist dort nur noch nette Tradition, bei dem "D" sehe ich es genauso. Und es ist auch ein bisschen Marketing, damit die Wähler nicht merken, dass es sich nur noch um Einheitsbrei handelt: CDU koaliert mit SPD, alternativ koaliert SPD mit CDU, alternativ...
Ehrlicher wäre es, dies Partei in "Die Union" umzubenennen. Aber was zählt schon Ehrlichkeit nicht nur in der bundesrepublikanischen Parteienlandschaft UnsererDemokratie im besten Deutschland aller Zeiten?
Windhauch, alles Windhauch... was gestern versprochen wurde, ist laut heute nie geschehen. Ich habe damals die CDU verlassen mit dem Versprechen, mich nie mehr vor einen Parteikarren sparren zu lassen. Dem bin ich treu geblieben und dem werde ich treu bleiben. Das einzige Wahre und Beständige ist Jesus Christus. Ob man ihn nun "wählt" oder nicht.
Gelobt sei Jesus Christus
ottokar vor 6 Stunden: Habe Wüst schon immer für einen politischen Opportunisten gehalten.
Hier muss man sich schon fragen, was der Herr( ich meine Wüst) unter Christ sein versteht.Wo hat er seinen Anker? Offensichtlich leben nicht nur er in der CDU nur mehr ein typisches Wischiwaschi-Christentum, um gewählt zu werden.Mit einem solchen Gewissen lässt sich auch für Abtreibung und Ehe für alle stimmen.
girsberg74 vor 7 Stunden: Solche muss man wegen des "C" nicht wählen,
die nehmen auch mich als Christ nicht ernst; höchstens als Wahlvieh.
Jothekieker vor 7 Stunden: Nicht täuschen lassen
Das "C" im Namen seiner Partei heißt nur, daß diese Partei gerne von Christen gewählt werden möchte.
Stephaninus vor 7 Stunden: Erwartung
Hat da wirklich jemand noch was anderes erwartet?
Um selbst Kommentare verfassen zu können nützen sie bitte die Desktop-Version.

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz