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Feierliche Krönung in Catania mit tausenden Gläubigen
Catania (kath.net/rn)
Mit einem historisch bedeutsamen Festakt hat die Kirche von Sizilien ein seltenes Jubiläum begangen: Anlässlich der 900-jährigen Wiederkehr der Heimkehr ihrer Reliquien aus Konstantinopel wurde der Kopf der heiligen Agatha im Dom von Catania feierlich gekrönt. Die Jungfrau und Märtyrerin, die im 3. Jahrhundert unter Kaiser Decius das Martyrium erlitt, gilt als eine der meistverehrten Heiligen der Gesamtkirche und schützende Patronin Siziliens.
Die Geschichte der Reliquien ist von dramatischer Natur. Im Jahr 1040 wurden die Gebeine Agathas vom byzantinischen Feldherrn Georgios Maniakes raubartig nach Konstantinopel überführt. Erst im Jahr 1126 gelang es zwei Soldaten – Gisliberto und Goselmo –, die kostbare Reliquie heimlich zu entwenden und zurück nach Sizilien zu bringen. Am 17. August 1126 trafen die Gebeine wieder in Catania ein – ein Ereignis, das bis heute tief im kollektiven Gedächtnis und im Glauben der Bevölkerung verankert ist.
Die feierliche Krönung der Schädelreliquie bildete den Höhepunkt eines mehrtägigen Jubiläumsprogramms, zu dem Tausende Gläubige aus ganz Italien und dem Mittelmeerraum strömten. Das kunstvoll gestaltete Reliquiar, das das Haupt der Heiligen birgt, wurde im Rahmen eines pontifikalen Hochamtes gesegnet und neu gekrönt.
In den Homilien der Zelebranten wurde das unerschütterliche Glaubenszeugnis der heiligen Agatha hervorgehoben. Ihre Standhaftigkeit gegenüber weltlicher Macht und ihr Festhalten an der jungfräulichen Hingabe an Christus seien gerade in heutigen Zeiten der Säkularisierung ein starkes Zeichen christlicher Hoffnung und Widerstandskraft. Die Tradition der Agatha-Verehrung zeigt eindrucksvoll, wie die Liebe zu den Märtyrern der Urkirche das Glaubensleben der Gläubigen über Jahrhunderte hinweg lebendig hält.
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