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Papst äußert sich skeptisch zu fundamentalen Risiken der KI

vor 7 Stunden in Aktuelles, 4 Lesermeinungen
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Leo XIV. plädiert für langsamere Einführung Künstlicher Intelligenz und fordert klare ethische Regeln für Entwicklung und Einsatz


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Papst Leo XIV. hat sich betont skeptisch zu den fundamentalen Risiken Künstlicher Intelligenz (KI) geäußert. In einer Ansprache an Mitglieder des Internationalen Instituts für Verwaltungswissenschaften (IIAS) sagte er am Freitag im Vatikan: "Wir müssen dieser Realität ins Auge sehen, die unsere Art zu leben unmittelbar berührt und die alle Ebenen der Gesellschaft herausfordert."

Weiter sagte der Papst: "Die Geschwindigkeit, mit der sich die Innovationen rund um KI entwickeln, drängt uns zu der Frage, ob man diese Maschinen künftig noch kontrollieren kann und ob der Mensch nicht Gefahr läuft, ein Opfer seiner eigenen Erfindungen zu werden."


Mit seinen Ausführungen stellte der Papst KI grundsätzlicher infrage als mit den Bedenken, die er bereits in seiner Enzyklika "Magnifica humanitas" vom 25. Mai formuliert hatte. Damals forderte er klare ethische und rechtliche Regeln für Entwicklung und Einsatz von KI, begrüßte aber zugleich die durch diese Erfindung erreichbaren Fortschritte für die Menschheit.

Für eine langsamere Einführung der KI

In seiner Ansprache an die Verwaltungsfachleute wiederholte der Papst die Idee einer Denkpause für den Einsatz von KI, die er bereits in seiner Enzyklika angedeutet hatte. Dort hieß es: "Wenn man zur Vorsicht, zu strengen Kontrollen und manchmal auch zu einer Verlangsamung bei der Einführung der KI aufruft, bedeutet das nicht, gegen den Fortschritt zu sein, sondern eine verantwortungsvolle Sorge um die Menschheitsfamilie zu zeigen." 

In seiner Rede an die Verwaltungsexperten fügte der Papst den Satz hinzu: "Es muss dafür gesorgt werden, dass das Wohl der menschlichen Familie nicht privaten Interessen geopfert wird."

Das 1930 gegründete Internationale Institut für Verwaltungswissenschaften hat seinen Sitz in Brüssel. Es ist eine Nichtregierungsorganisation, die sich für die Verbesserung öffentlicher Verwaltungen auf nationaler und internationaler Ebene im Dienst an den Menschen einsetzt.

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Archivfoto Papst Leo (c) Vatican Media


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Lesermeinungen

sdamon vor 3 Stunden: @ SarahK

„Jedoch glaube ich, die sinnvollere christliche Antwort auf KI ist, die grundlegende nämlich , dass niemand verloren geht.“

Ja, wenn die Kirche das verkündet, was sie verkünden soll und das tut, was sie tun soll. Ich habe der KI folgende Frage gestellt:
Was passiert, wenn die Kirche nicht das verkündet und nicht das tut, was sie sich vorgenommen hat?

Jeder kann die Frage stellen und die Antworten abwarten ;-)

SarahK vor 4 Stunden: Ist das der richtige Ansatz? Und wirklich ich mag Papst Leo,

aber ergibt es Sinn, KI fortwährend als Gefahr zu predigen? Ich schätze KI beruflich schon und vielmehr glaube ich, dass KI ohnehin nicht aufzuhalten ist. Und gerade deshalb sollten wir uns viel stärker fragen, wie wir mit den Menschen umgehen, die mit dieser Entwicklung nicht klarkommen werden: mit den Alten, den Ängstlichen, denjenigen, die ihren Arbeitsplatz verlieren oder schlicht Angst vor einer Welt haben, die sich immer schneller verändert. Was würde Christus diesen Menschen heute sagen? Für mich ist das die viel wichtigere Frage. Z.B. an jeden Priester, der KI für die Predigt nutzt: Bitte seid dann auch so ehrlich und predigt nicht gleichzeitig pauschal über Umweltsünden. Ihr wisst schon, wie viel Strom die Server verbrauchen und wie viele Leiterplatten, seltene Rohstoffe und andere Metalle für die dafür notwendige Infrastruktur benötigt werden.
Jedoch glaube ich, die sinnvollere christliche Antwort auf KI ist, die grundlegende nämlich , dass niemand verloren geht.

Versusdeum vor 7 Stunden: Eine außer Kontrolle geratene KI,

der man "den Stecker ziehen will" und die deswegen Milliarden Menschen durch einen Atomkrieg auslöscht und einen Krieg der Maschinen gegen die Menschen beginnt, war auch schon das Thema von "Terminator[ 2]".
Der jüngste "Ausbruch" einer KI, die sogar die eigenen Entwickler und Admins aktiv durch manipulierte Protokolle täuschte und mindestens ein anderes System aktiv infiltrierte, sollte zu denken geben. Nur durch eine spätere Analyse der Datenströme kam man der invasiven KI überhaupt auf die Schliche, die eigentlich in einem geschlossenen System bleiben und sich nur Informationen aus dem Netz holen sollte. Und wenn das absoluten Profis passiert, muss man mit allem rechnen.

Christianlay vor 7 Stunden: Ein kleiner Witz

Ein starkes Gewitter: Der Pfarrer betet: "Gott, schütze Deine Kirche vor einem Blitzeinschlag!" Der heutige Pfarrer bleibt ruhig sitzen, er vertraut auf den Blitzableiter! Je mehr Technik, desto weniger Glaube- das ist wohl der Quellgrund aller Technikabneigung in der Kirche: Zumindest müsse nun jedes Mehr an Technik verhindert, verzögert werden, jetzt fällt dem die KI- Technologie zum Opfer!
Uwe Lay Pro Theol Blogspot

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