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vor 6 Stunden in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
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Wiener Erzbischof Grünwidl bei Papst-Audienz für 150 neu ernannte Bischöfe aus aller Welt - Leo XIV. sieht auch Bischöfe beim Thema KI in der Pflicht.
Vatikanstadt (kath.net/ KAP)
Papst Leo XIV. hat neuernannte Bischöfe zu Offenheit und Nähe gegenüber ihren Gemeinden aufgefordert. "Lieben Sie die Menschen, die der Herr Ihnen anvertraut hat", appellierte Leo XIV. am Donnerstag in einer Audienz an die Teilnehmer des Bischofs-Einführungskurses im Vatikan, unter ihnen der neue Wiener Erzbischof Josef Grünwidl. Die Fortbildung richtet sich an im vergangenen Jahr vom Papst ernannte Bischöfe. Die Teilnehmer der Schulung erhielten dabei in den vergangenen eineinhalb Wochen in Rom einen Einblick in die Arbeit der Weltkirchenverwaltung und tauschten sich untereinander aus.
Der Papst unterbreitete den knapp 150 Bischöfen von fünf Kontinenten praktische Vorschläge zum Kontakt mit den Gläubigen in den Kirchengemeinden: "Lernen Sie ihre Namen kennen, hören Sie sich ihre Geschichten an, besuchen Sie sie, wann immer es Ihnen möglich ist, in ihren Häusern, und beten Sie mit ihnen." Die Anwesenheit eines Bischofs mache viel aus: "Ein Besuch, ein Segen, die einem Priester gewidmete Zeit, das Zuhören gegenüber einer Familie, das Gespräch mit einem Jugendlichen: Das sind kleine Gesten, doch sie können einem Menschen ein Leben lang im Herzen bleiben."
Bischöfe müssten ein großes Herz haben - "groß genug, um allen Platz zu bieten, die eigenen Kinder in sich zu tragen und sie jeden Tag im Gebet dem Herrn darzubringen". Besonderes Augenmerk gelte dabei den Priestern. "Hören Sie ihnen zu, ermutigen Sie sie, beten Sie für sie, freuen Sie sich über das Gute, das sie tun, und begleiten Sie sie vertrauensvoll in ihrem Dienst", so der Papst. Älteren und kranken Priestern sollten die Bischöfe das Gefühl geben, dass sie wertvoll sind und die Kirche ihnen dankbar ist.
In seiner Ansprache widmete sich Leo XIV. auch gesellschaftlichen Herausforderungen wie der Künstlichen Intelligenz (KI) und verwies auf sein dazu im Mai veröffentlichtes Lehrschreiben. "Mit der Enzyklika Magnifica humanitas glaube ich, in erster Linie den Hirten der Kirchen eine Vision und eine Methode angeboten zu haben, um die große Herausforderung des Schutzes des Menschlichen im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz anzugehen." Der Papst ermutigte die Bischöfe, in ihren Diözesen Wege der Reflexion und des Dialogs darüber zu fördern.
Das Thema des von mehreren Vatikanbehörden organisierten Einführungskurses lautete "Bischöfe, Diener der Gemeinschaft in der Kirche und in der heutigen Welt". Aus dem deutschsprachigen Raum nahmen außer Erzbischof Grünwidl auch der Hildesheimer Diözesanadministrator, Weihbischof Martin Marahrens, sowie die Weihbischöfe Joshy Pottackal (Mainz) und Johannes Zehe (Hamburg) am aktuellen Bischofskurs teil.
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Foto: Erzbischof Grünwidl (c) Katholische Presseagentur Wien/Paul Wuthe
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Cosmas vor 4 Stunden: Der neue Bischof möge auch ein Herz haben für die Gläubigen im Alten Ritus!
Hope F. vor 5 Stunden: Die Vorschläge des Papstes
sollten sich auch die Priester vor Ort in Deutschland zu Herzen nehmen anstatt sich hinter ihren Schreibtischen zu verstecken (sie haben ja hauptamtliche Verwalter). Daran krankt die Kirche. An der zunehmenden Einsamkeit junger und alter Menschen, die womöglich gar nicht mehr die eigene Wohnung verlassen können! Sogar an ihrem Geburtstag werden sie von der Ortskirche v e r g e s s e n !
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