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15. September 2026 in Kommentar, 11 Lesermeinungen
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Bischof Heiner Wilmer, der Vorsitzende der DBK, hat zum "Marsch für das Leben" eine vermeintliche Unterstützungserklärung veröffentlicht. Ein Kommentar von Roland Noé
Berlin (kath.net)
Bischof Heiner Wilmer, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, hat dieses Jahr zum „Marsch für das Leben“ am kommenden Samstag eine vermeintliche Unterstützungserklärung für den „Marsch für das Leben“ veröffentlicht, die man durchaus als „etwas vergiftet“ ansehen kann. Am Beginn erinnert er zwar an ein Zitat von Papst Leo, der daran erinnert, dass sich die moralische Größe eines Landes vor allem in seiner Fähigkeit zeigt, das Leben aller, insbesondere der Schutzlosen und derer, deren Wert infrage gestellt wird, zu unterstützen, zu schützen und wertzuschätzen. So weit, so gut! Es wäre aber besser, wenn die Unterstützungserklärung hier geendet hätte.
Denn dann vermischt Wilmer den Kampf gegen das Töten ungeborener Kinder und den Kampf gegen die Euthanasie – und um das geht es natürlich beim „Marsch für das Leben“ – plötzlich mit Fragen wie der Todesstrafe, der Sorge um kranke und alte Menschen, der Begleitung Sterbender, der Unterstützung von Menschen in Not sowie dem Eintreten für Frieden und Versöhnung. Es fehlt dann nur mehr der Kampf gegen Arbeitslosigkeit , für das Klima und gegen den Hunger in der Welt. Er schreibt dann: „Wer menschliches Leben schützen will, kann nicht gleichzeitig Menschen gegeneinander ausspielen, ausgrenzen oder ihre Würde relativieren.“
Um es Bischof Wilmer deutlich zu sagen: Wer das Pro-Life-Engagement mit allen möglichen Fragen vermischen möchte und gerne quasi noch eine „halbe Demo gegen rechts“ haben will, der steht im Verdacht, dass er keine Ahnung von Pro-Life hat und in seinem Leben noch nie die Enzyklika „Evangelium vitae“ vom heiligen Johannes Paul II. gelesen oder kennt auch nicht die großartige Rede von Mutter Teresa bei der Verleihung des Friedensnobelpreises.
Solche Erklärungen wie die von Wilmer, der übrigens meines Wissens noch nie an einem Marsch für das Leben teilgenommen hat, gibt es fast nur im deutschsprachigen Raum. Dort schaffen es katholische Bischöfe fast nie, einfach mal ein pures Pro-Life-Bekenntnis abzugeben. Nein, Herr Wilmer, weder gibt es in Deutschland die Todesstrafe, noch brauchen Lebensschützer irgendwelche besonderen Erinnerungen daran, dass man als Christ Rassismus ablehnt. Das ist so selbstverständlich wie das Amen in der Kirche. Und beim Thema „Ausgrenzen“ brauchen Katholiken von der DBK wahrlich keine Tipps, aber das ist ein ganz anderes Thema.
Aber eine Frage hätte ich noch an Bischof Wilmer: Werden Sie bei der nächsten Erklärung zum Migrantentag auch daran erinnern, dass in Deutschland jedes Jahr zehntausende Kinder im Mutterleib umgebracht werden und dieses Töten moralisch verwerflich ist, oder machen Sie so etwas nur beim Pro-Life-Thema, dass Sie irgendwelche anderen Themen reinmischen?
WICHTIGE TERMINE für Lebensschützer für das Wochenende:
Marsch für das Leben in Berlin / Köln: https://bundesverband-lebensrecht.de/marsch-fuer-das-leben/
Marsch fürs Läbe in Zürich: https://www.marschfuerslaebe.ch/
Ein LESETIPP für manche Bischöfe - EVANGELIUM VITAE: https://www.vatican.va/content/john-paul-ii/de/encyclicals/documents/hf_jp-ii_enc_25031995_evangelium-vitae.html
Mother Teresa – Nobel Peace Prize Acceptance Speech 1979 "And I feel one thing I want to share with you all, the greatest destroyer of peace today is the cry of the innocent unborn child. For if a mother can murder her own child in her own womb, what is left for you and for me to… pic.twitter.com/VtgUlCLvk3
— KATH.NET (@KatholikenNet) September 15, 2026
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Alchemyst 21. September 2026: Gegen die Kultur! des Todes
Ich sehe das anders. Pro Life zu sein, gegen Abtreibung, Euthanasie zu kämpfen, muss geradezu zu einer Ablehnung der Todesstrafe führen. Als Lebensschützer müssen wir darum kämpfen, dass Gewalt (und im Bereich Lebensschutz terminierende, tödliche Gewalt), kein Mittel der Lebensgestaltung und Gesellschaftsgestaltung ist. Die Tötung eines ungeborenen wie eines Menschen, der ein Verbrechen zu verantworten hat, steht uns nicht zu. Jeder ist ein einmaliges, unwiederholbares Geschöpf und Gedanke Gottes. Und denken wir an den HERRN: auch er wurde Opfer der Todesstrafe. Nicht der Zweck heiligt nicht die Mittel. - Was Bischof Wilmer angeht: Ich bin dankbar dafür, dass er den Marsch erwähnt und gewürdigt hat (das tuen nur wenige insbesondere ev. Bischöfe) und ich denke er hat durchaus das Recht, auf potentielle Verengungen im Denken hinzuweisen.
dasUrmel 19. September 2026: Lebensrecht
Vor einigen Tagen schrieb ich einem Kommentar von "verdrehten und verkorksten Bischöfen". Diese Unterstützungerklärung ist ein weiteres Beispiel dafür. Hat diese Bischof nicht etwas vergessen in seinem heroischen Kampf: Das Recht auf illegale Einreise und Ausplünderung unserer Sozalsysteme?
Und jetzt werde ich mal das fragen, was unsere Gutmenschen immer so weinerlich-aggressiv gefragt ahben: Was würde Jesus dazu sagen? Ich glaube, dass Jesus etwas ganz anderes sagen würde zu solchen Kirchenleuten, als die sich vorstellen wollen.
Paddel 16. September 2026: Link zum Grußwort
https://bundesverband-lebensrecht.de/wp-content/uploads/sites/42/2026/09/2026-Marsch-fuer-das-Leben_Grusswort-Bi.-Wilmer.pdf
lesa 16. September 2026:
Danke für den wichtigen Artikel!
modernchrist 16. September 2026: Zuerst freut man sich, dann......
merkt man mit Trauer beim Lesen Wilmers: Es geht wieder nicht ohne Käse, ohne Nachtreten, ohne oberlehrerhafte Ermahnung, ohne Paternalismus!
Was hat die Ablehnung der Todesstrafe mit einem Marsch für ein Europa ohne Euthanasie und Abtreibung zu tun? Ist nicht die millionenfache Tötung unschuldiger Kinder etwas völlig anderes als die Todesstrafe in manchen Ländern für Schwerstverbrecher? Will Wilmer eine Diskussion hier über die Todesstrafe anzetteln? Ist solches in Deutschland gerade aktuell? Kann man nicht mal mit vollem Herzen den Lebensschützern danken für ihren Einsatz, ihnen noch mehr Unterstützung zusagen, sie ermutigen zu weiteren Märschen, die so nötig wären? Könnte er nicht Weihbischöfe und alle Christen aufrufen zu kommen? Länder, welche die Todesstrafe noch haben, müssen sich selber darum kümmern - können jedoch auch schon mal wie die USA Wegweisendes für den Lebensschutz der Ungeborenen tun! Warum gleich wieder erhobene Zeigefinger gegen die Trump-Administration?
Verteidiger 16. September 2026: Ja,
... was willmer mehr?
Für einen DBK-Vorsitzenden war das schon eine anerkennenswerte Anstrengung, überhaupt einen "Gruß" zu entbieten, meine ich.
girsberg74 15. September 2026: Ein richtiger Bischof braucht keine grünen Freunde !
Ad @Jothekieker
„Er darf seine grünen Freunde nicht verprellen.“
Felmy 15. September 2026:
Matthäus 7,16
Johannes14,6 15. September 2026: Danke
Sehr treffende Analyse!
Jothekieker 15. September 2026: Er darf seine grünen Freunde nicht verprellen
Durch die Verknüpfung des Lebensschutzes mit sozialen Fragen wird der Schutz des ungeborenen Lebens natürlich relativiert. Viele seiner Kirchenfunktionäre unterstützen mehr oder weniger offen die Grünen, deren Haltung zum Lebensrecht beim besten Willen nicht mit dem katholischen Glauben vereinbar ist.
Er wird ihnen wohl nicht zu nahe treten wollen.
girsberg74 15. September 2026: Entwertet !
Lieber Roland Noé,
danke für Ihren Kommentar, ich hatte das nicht so wahrgenommen, lese bei bestimmten Leute nur über, der Rest ist gewöhnlich entbehrlich, bis auf wenige Ausnahmen bei voll vertrauenswürdigen Bischöfen.
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