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vor 6 Stunden in Kommentar, 4 Lesermeinungen
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Bischof Heiner Wilmer, der Vorsitzende der DBK, hat zum "Marsch für das Leben" eine vermeintliche Unterstützungserklärung veröffentlicht. Ein Kommentar von Roland Noé
Berlin (kath.net)
Bischof Heiner Wilmer, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, hat dieses Jahr zum „Marsch für das Leben“ am kommenden Samstag eine vermeintliche Unterstützungserklärung für den „Marsch für das Leben“ veröffentlicht, die man durchaus als „etwas vergiftet“ ansehen kann. Am Beginn erinnert er zwar an ein Zitat von Papst Leo, der daran erinnert, dass sich die moralische Größe eines Landes vor allem in seiner Fähigkeit zeigt, das Leben aller, insbesondere der Schutzlosen und derer, deren Wert infrage gestellt wird, zu unterstützen, zu schützen und wertzuschätzen. So weit, so gut! Es wäre aber besser, wenn die Unterstützungserklärung hier geendet hätte.
Denn dann vermischt Wilmer den Kampf gegen das Töten ungeborener Kinder und den Kampf gegen die Euthanasie – und um das geht es natürlich beim „Marsch für das Leben“ – plötzlich mit Fragen wie der Todesstrafe, der Sorge um kranke und alte Menschen, der Begleitung Sterbender, der Unterstützung von Menschen in Not sowie dem Eintreten für Frieden und Versöhnung. Es fehlt dann nur mehr der Kampf gegen Arbeitslosigkeit , für das Klima und gegen den Hunger in der Welt. Er schreibt dann: „Wer menschliches Leben schützen will, kann nicht gleichzeitig Menschen gegeneinander ausspielen, ausgrenzen oder ihre Würde relativieren.“
Um es Bischof Wilmer deutlich zu sagen: Wer das Pro-Life-Engagement mit allen möglichen Fragen vermischen möchte und gerne quasi noch eine „halbe Demo gegen rechts“ haben will, der steht im Verdacht, dass er keine Ahnung von Pro-Life hat und in seinem Leben noch nie die Enzyklika „Evangelium vitae“ vom heiligen Johannes Paul II. gelesen oder kennt auch nicht die großartige Rede von Mutter Teresa bei der Verleihung des Friedensnobelpreises.
Solche Erklärungen wie die von Wilmer, der übrigens meines Wissens noch nie an einem Marsch für das Leben teilgenommen hat, gibt es fast nur im deutschsprachigen Raum. Dort schaffen es katholische Bischöfe fast nie, einfach mal ein pures Pro-Life-Bekenntnis abzugeben. Nein, Herr Wilmer, weder gibt es in Deutschland die Todesstrafe, noch brauchen Lebensschützer irgendwelche besonderen Erinnerungen daran, dass man als Christ Rassismus ablehnt. Das ist so selbstverständlich wie das Amen in der Kirche. Und beim Thema „Ausgrenzen“ brauchen Katholiken von der DBK wahrlich keine Tipps, aber das ist ein ganz anderes Thema.
Aber eine Frage hätte ich noch an Bischof Wilmer: Werden Sie bei der nächsten Erklärung zum Migrantentag auch daran erinnern, dass in Deutschland jedes Jahr zehntausende Kinder im Mutterleib umgebracht werden und dieses Töten moralisch verwerflich ist, oder machen Sie so etwas nur beim Pro-Life-Thema, dass Sie irgendwelche anderen Themen reinmischen?
WICHTIGE TERMINE für Lebensschützer für das Wochenende:
Marsch für das Leben in Berlin / Köln: https://bundesverband-lebensrecht.de/marsch-fuer-das-leben/
Marsch fürs Läbe in Zürich: https://www.marschfuerslaebe.ch/
Ein LESETIPP für manche Bischöfe - EVANGELIUM VITAE: https://www.vatican.va/content/john-paul-ii/de/encyclicals/documents/hf_jp-ii_enc_25031995_evangelium-vitae.html
Mother Teresa – Nobel Peace Prize Acceptance Speech 1979 "And I feel one thing I want to share with you all, the greatest destroyer of peace today is the cry of the innocent unborn child. For if a mother can murder her own child in her own womb, what is left for you and for me to… pic.twitter.com/VtgUlCLvk3
— KATH.NET (@KatholikenNet) September 15, 2026
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Felmy vor 2 Stunden:
Matthäus 7,16
Johannes14,6 vor 2 Stunden: Danke
Sehr treffende Analyse!
Jothekieker vor 6 Stunden: Er darf seine grünen Freunde nicht verprellen
Durch die Verknüpfung des Lebensschutzes mit sozialen Fragen wird der Schutz des ungeborenen Lebens natürlich relativiert. Viele seiner Kirchenfunktionäre unterstützen mehr oder weniger offen die Grünen, deren Haltung zum Lebensrecht beim besten Willen nicht mit dem katholischen Glauben vereinbar ist.
Er wird ihnen wohl nicht zu nahe treten wollen.
girsberg74 vor 6 Stunden: Entwertet !
Lieber Roland Noé,
danke für Ihren Kommentar, ich hatte das nicht so wahrgenommen, lese bei bestimmten Leute nur über, der Rest ist gewöhnlich entbehrlich, bis auf wenige Ausnahmen bei voll vertrauenswürdigen Bischöfen.
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