kath.net katholische Nachrichten

Aktuelles | Chronik | Deutschland | Österreich | Schweiz | Kommentar | Interview | Weltkirche | Prolife | Familie | Jugend | Spirituelles | Kultur | Buchtipp


Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen

3. Oktober 2026 in Weltkirche, 27 Lesermeinungen
Artikel versenden | Tippfehler melden


Die überwiegende Mehrheit der Diözesen befindet sich in den Vereinigten Staaten.


Vatikan (kath.net/jg)
Vierunddreißig Diözesen haben im Jahr 2025 vom Vatikan die Erlaubnis erhalten, tridentinische Messen in Pfarrkirchen zu feiern. Im Jahr davor waren es genauso viele, berichtet EWTN. 24 dieser Diözesen sind in den USA.

Papst Franziskus hat mit dem Motu proprio Traditionis custodes die Feier der Messe im Alten Ritus eingeschränkt. Laut derzeit geltender Regelung müssen die Diözesanbischöfe im Vatikan um Erlaubnis ansuchen, wenn sie tridentinische Messen in Pfarrkirchen feiern lassen wollen. Gemeinschaften, die den Alten Ritus pflegen, sind von dieser Regelung nicht betroffen.


Im Jar 2022, dem ersten ganzen Jahr, in dem Traditionis custodes in Kraft war, gab es 35 Ansuchen aus Diözesen der ganzen Welt 2023 waren es 55 Diözesen, 2024 und 2025 jeweils 34. Die Zahlen wurden im Summarium Decretorum für das Jahr 2025 veröffentlicht.

Bei 29 der 34 veröffentlichten Dekrete handelt es sich um die Erneuerung bestehender Genehmigungen um weitere zwei Jahre. In einigen Fällen umfasst die Genehmigung mehr als eine Pfarre in einer Diözese.

 

Foto: Symbolbild

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

Tweet 




Lesermeinungen

Fink vor 4 Tagen: @ Parcival

Danke für Ihre Antwort !

Parcival vor 5 Tagen: @Fink – „Pascendi“ im Zusammenhang

Ich habe bemerkt, dass ich nur auf einen Teil Ihres Posts eingegangen bin, u. möchte das hiermit nachholen. Die Lektüre von „Pascendi“ hilft tatsächlich, den Antimodernismus der Piusbruderschaft zu verstehen. Für Pius X. war dabei aber das überlieferte Verständnis geistl. Autorität u. kirchl. Gehorsams selbstverständlich. Unfmd hier liegt die Spannung zur Piusbruderschaft: Sie beruft sich auf seine Verteidigung der Tradition, legt ihrem eigenen Handeln gleichzeitig ein anderes Verständnis von Autorität u. Gehorsam zugrunde. Auch diese gehören zu jener Tradition, die Pius X. so vehement verteidigte. Seine Verurteilung des Modernismus lässt sich nicht von dem Kirchenverständnis lösen, das er selbstverständlich voraussetzte und verteidigte.

Versusdeum vor 6 Tagen: @Parcival

Interessante und begeüßenswerte Thesen in Ihrem letzten Beitrag, die aber leider nicht so recht zur Realität der Verbote von 1970/1971 sowie derer von TC passen.

SarahK 5. Oktober 2026: @Orwell,

Ich glaube Volksglaube (die Menschen sind in die Heilige Messe gegangen und haben einfach geglaubt das es etwas ganz wundervolles nach Gottes Plan ist) wurde von Kulturglauben (wir müssen es verändern weil wir es nicht verstehen und es muss eine kulturelle Anbindung haben und sowieso bestimmen wir was geglaubt wird) abgelöst und keiner hat‘s gemerkt.

orwell 4. Oktober 2026: @ SarahK

„… ich denke das war ein Schuss vor den Bug oder wieviele bei Ihnen wissen was man im Messopfer feiert?“

- das war ein Schuss, der nach hinten ging. Ähnlich wie die sozialistische Erfolgspropaganda Made in GDR.

SarahK 4. Oktober 2026: @DiosMios, nicht in der Kirche aber in der Hl Messe

Ich glaube gäbe es mehr Frauen in der Kirche, die irgendwelche Dienste (besonders die, die keiner sieht) übernehmen würden, aber aus der Hl Liturgie raus bleiben würden, ginge es der Katholischen Kirche in Deutschland viel, viel besser. Außerdem bete ich auch gerade in Vertretung den Rosenkranz vor solange die Vorbeterin krank ist, das allein widerlegt ja ihre Aussage über mich. Ich habe keine Statistik zur Hand, aber rein aus Lebenserfahrung und Beobachtung glaube ich, dass die Messbesucher fast linear weniger geworden sind, seit es Frauen in den Altarraum gedrängt hat. Viele Verstehen die Hl Messe ja auch immer noch nicht obwohl man viele Änderungen ja eben eingeführt hat um den Menschen das Hl Messopfer zugänglich zu machen, ich denke das war ein Schuss vor den Bug oder wieviele bei Ihnen wissen was man im Messopfer feiert?

Parcival 4. Oktober 2026: @Fink – Die Tradition hat viele Träger

Die FSSPX als „Lebensversicherung“ der FSSP zu bezeichnen, wird m.E. der Sache histor. + theol. nicht gerecht. Ohne den Anteil Erzb. Lefebvres zu schmälern: Die Bewahrung des überlief. Ritus war nie allein sein Werk. Bspw. Le Barroux unter Dom Gérard entschied sich 1988 für die volle Gemeinschaft mit Rom u. gegen Lefebvres Weg, ohne diese Liturgie aufzugeben. Auch die Gemeinschaft von P. Cassian Folsom OSB in Norcia steht für eine eigenständige Initiative. Wie weitere Gründungen wählte auch die FSSP bewusst die Verbindung von überlief. Liturgie + voller kirchl. Gemeinschaft. Theol. gründet die Pflege dieses Erbes in der Tradition der Kath. Kirche; sie braucht keine Legitimation durch eine Bruderschaft. Dass die Existenz der FSSPX die Zukunft der FSSP garantiere, ist eine politische Vermutung, keine gesicherte Tatsache. Der überlief. Ritus ist ein Erbe der Kath. Kirche, kein Eigentum einer einzelnen Bruderschaft. Auch seine Bewahrung lässt sich keiner Bruderschaft allein zuschreiben.

DiosMio 4. Oktober 2026: SarahK Mich wundert dass Sie als Frau

So vehement gegen Frauen in der Kirche mit Aufgaben sind. Hier ist es eher so dass die Frauen mehr Rechte und Mitarbeit fordern! Ich stehe da in der Mitte und habe kein Problem mit dem „Mehr“ von Frauen aber es ist auch ok wenn es bleibt wie es ist.

DiosMio 4. Oktober 2026: orwell DAS?? stört Sie?

Dann muss ich wohl mit der Ewigen Verdammnis rechnen. Ich mag:
- Messdienerinnen
- Laienpredigt
- nehme nie Mundkommunion
(Die wird bei uns am Ende der Messe separat vorne am Altar gespendet und nicht während der laufenden Austeilung)
- Kommunionhelfer sind hier zu 3/4 weiblich und bislang gab’s noch keine Kritik
Heute Morgen hat unsere Pastoralreferentin eine Ansprache nach der Lesung gehalten und zu einem Bild meditativ Texte vorgetragen. Es kam sehr gut an und draußen zeigte man sich ganz begeistert Gemäß Ihres Kommentars sind wir dann ja alle falsch gläubig und landen in der Verdammnis wenn wir nicht umkehren und in die Alte Messe gehen Nun gut dann muss ich damit leben, werde aber am Ende sicherlich viele Freunde und Nachbarn dort treffen die ebenso kein Problem mit Ihren Problemen haben. Immerhin ein kleiner Trost. Schönen Sonntag.

SarahK 4. Oktober 2026: @Wirt1929, schön, dass Sie die Gelegenheit haben ,

Da beneide ich Sie. Für uns ginge es am Sonntag aber in der Woche ist es einfach zu stressig und wir mögen auch die kleine Pfarrkirche sehr in der bei uns Sonntags die Messe ist. Und auch habe ich meinen Mann noch nicht 100 % von der traditionellen Messe überzeugt.
Aber als heute eine Fürbitte kam, die eigentlich hätte beinhalten müssen „…..aus Feigheit, Stolz oder mangelnder Bereitschaft nicht“, wenn Mann schon meint seine eigenen Probleme verarbeiten zu müssen, außerdem rein vom Gegenüber auch noch Quatsch war, weil doch sehr einfach und gut und ohne Konsequenz eine Entschuldigung möglich wäre, dann ist bei mir immer der Moment „die spinnen hier doch echt alle“ und ich muss mich so zusammen rufen wieder zurück aus dem Spot in die Demut, dass ich mich immer wieder öfter frage ob wir nicht in die Nähe einer FSSP Gemeinde ziehen sollten. Die Frage ist halt, was möchte Gott.

Fink 4. Oktober 2026: Die außerhalb der Kirche stehende Piusbruderschaft (FSSPX) ist die Lebensversicherung

für die innerhalb der Kirche stehende Petrusbruderschaft (FSSP) !
Wer die Piusbruderschaft verstehen will, der sollte die Enzyklika "Pascendi" von Papst Pius X. aus dem Jahr 1907 (!) lesen. Den Text dazu findet man im verlinkten Wikipedia-Artikel unter "Weblinks".

de.wikipedia.org/wiki/Pascendi

Wirt1929 4. Oktober 2026: @orwell

Zustimmung! Meine Heimat zur alten Messe befindet sich bei FSSP, denen ich seit vielen Jahren zugetan bin und ebenfalls darum werbe, sie aus dem Nischendasein in unserer Kirche herauszuholen, dies zusätzlich nach den verbotenen Bischofsweihen der FSSPX mit bescheidenem persönlichen Beitrag an FSSP. Übrigens: Wichtigtuer gibt es auf beiden Seiten, die oft in Argumentationsverhärtung verharren und dadurch dem großen eucharistischen Heilswerk nicht dienen. Mehr Gelassenheit und Gebet wäre bei aller Diskussion und „ohne Schaum vor dem Mund" von Nöten.

orwell 3. Oktober 2026: @ DiosMio

„orwell ich steh auf dem Schauch
Wo sehen Sie ein Laientheater?“
- die Frage beantworten Sie doch in Ihrem Beitrag selber.

„Ich besuche regelmäßig die Heilige Messe im NOM…“
-ich besuche auch jeden Sonntag den NOM „für viele“, ohne Messdienerinnen, ohne Kommunionhelferinnen, mit Lektoren in liturgischen Gewändern, ohne Laienpredigt und mit der Patene unter meinem Kinn wenn ich die Kommunion empfange.

SarahK 3. Oktober 2026: @orwell, ich verstehe was Sie meinen

aber das Gute ist doch, dass es außer dem Kollektendienst keine Frauen oder Sonstirgendwelche wichtigen Laien gibt und schon gar nicht im Altarraum.
Heute waren wir in Banneaux und zufällig - es hatte nichts mit unserer Fahrt dorthin zu tun - war heute da auch die Hl Messe der FSSPX, die ja in der Nähe davon niedergelassen ist und sie war voll von jungen, schönen, attraktiven Familien, die ihren Glauben ausstrahlten. Kontinuierlich wurde Beichte gehört. Ich finde die würden zum Beispiel unserem Bistum, unseren Gemeinden gut tun.

orwell 3. Oktober 2026: @ Wirt1929

„Man kann da nur um eine tiefergehende päpstliche Entscheidung beten, die Ihre, Unsere Hoffnung auf innerkirchliche Versöhnung trägt, vertieft und glaubensstärkend umsetzt.“

Man kann auch zu der FSSP gehen und dort die „Alte Messe“ besuchen und solange die „Alte Messe“ ein Nischendasein führt (nicht offiziell der ordentlicher Ritus ist), ist sie wenigstens vor der Herrschsucht der Laien geschützt, weil sie für diese Laien uninteressant ist. Was die Wichtigtuer (die Laien im NOM) interessiert, ist der ordentlich Ritus (NOM) und deshalb verhunzen sie ihn wo und wie sie es können und dürfen.

Man muss etwas tiefer nachdenken warum das so ist. Auf der Oberfläche schwimmt man mit den Synodalen und deshalb verstehen das viele nicht.

Wirt1929 3. Oktober 2026: @Kamillo

Danke für Ihren treffenden Beitrag. Ich bin in beiden Riten „zu Hause", im neuen dann weniger, wenn der Priester eher moderiert und einem weltlich Ding-Theater vor steht. Weiterhin stimme ich Ihrer Entgegnung zum Beitrag des geschätzten Foristen @Versusdeum zu. Wir kommen im Aufeinander zugehen nicht weiter, wenn Standpunkte, nachweislich vertretbar, nicht auch perspektivisch überlegt und liturgisch begründet, eingebunden werden. Ich weiß um die Schwierigkeit in der Sache. Die massive Einschränkung des alten Ritus war so unsinnig, wie das derzeit bestehende Genehmigungsverfahren. Der weitere Negativeinfluss der verbotenen Bischofsweihen durch die FSSPX führte zur weiteren Verwirrung unter den Gläubigen. Man kann da nur um eine tiefergehende päpstliche Entscheidung beten, die Ihre, Unsere Hoffnung auf innerkirchliche Versöhnung trägt, vertieft und glaubensstärkend umsetzt.

DiosMio 3. Oktober 2026: orwell ich steh auf dem Schauch

Wo sehen Sie ein Laientheater? Ich besuche regelmäßig die Heilige Messe im NOM und erlebe besinnliche Zelebration und gute Predigt und Fürbitten. Ja auch wir haben Mädchen als Ministranten, Kommunionhelfer m/w. Laienpredigt im direkten Sinne nicht aber es kommen schon mal meist Ältere Ordensschwestern aus der Mission die auf Heimatbesuch sind zu Wort statt einer Predigt. Bei uns kann man dem Pfarrbrief für jede Messe den Priester, die Ministranten, den Lektor und die Kommunionhelfer entnehmen und dann bewusst entscheiden welche der angebotenen Heiligen Messen ich besuchen möchte.

Cosmas 3. Oktober 2026: Was hätten die Konzilsväter dazu gesagt,

dass man einmal wird um Erlaubnis in Rom ansuchen müssen, um die hl. Messe im seit Jahrhunderten gepflegten Ritus in einer Pfarrkirche feiern zu dürfen. Sie hätten es niemals für möglich gehalten und ihr Gegenüber für verrückt. PF lehrte, dass alle Religionen gleichwertig seien, lediglich wie verschiedene Sprachen. Die alte Messe aber war schlecht und wurde soweit er konnte von ihm abgewürgt. Total verdreht!

orwell 3. Oktober 2026: @ rainier

Denken Sie doch mal nach: Warum wurde aus dem NOM ein Laientheater, das gegenwärtig nicht so gefeiert wird, wie es von Anfang an beabsichtigt wurde – „für viele“, ohne Messdienerinnen, ohne Kommunionhelfer/innen, ohne Handkommunion und ohne Laienpredigt?
Es stehen mir hier zu wenig Zeichen zu Verfügung, um Ihnen das zu erklären.

Kamillo 3. Oktober 2026: Wenn Kritik zum Verdacht wird

@Versusdeum. Ich bin Psychiater und habe aus dieser Perspektive geschrieben. Die Aussage, es gehe „nur um subjektive liturgische Vorlieben“, stammt von Ihnen. Mein Beitrag handelt davon, wie gegenseitige Verdächtigungen die Verständigung zwischen Katholiken verhindern. Ihre Antwort verschärft genau dieses Muster: Mit dem Wort „tendenziös“ kritisieren Sie nicht lediglich eine Übersetzung, sondern unterstellen den Verantwortlichen eine Absicht. Aus einer Kritik an Formulierungen wird ein Verdacht gegen Menschen. Gerade auf einen Beitrag, der diesen Mechanismus zur Sprache bringt, antworten Sie mit einer weiteren Verdächtigung. Wie sollen wir so zueinanderfinden? Theologische Einwände verdienen eine sachliche Auseinandersetzung. Sie rechtfertigen jedoch nicht, die unlauteren Absichten anderer bereits als erwiesen vorauszusetzen. Auch die Überzeugung, recht zu haben, entbindet uns nicht davon, dem anderen gerecht zu werden.

Versusdeum 3. Oktober 2026: @Kamillo

Wenn es tatsächlich nur um subjektive "liturgische Vorlieben" gehen würde, würde ich Ihnen zu 100% recht geben. Stattdessen schließe ich mich der von @gertsch22 aufgeworfenen Gretchenfrage an und erlaube mir außerdem, daran zu erinnern, dass die tendenziösen Falschübersetzungen im deutschen Messformular, die seit 55 Jahren (!) und bis hinein in die Wandlungsworte (!) die das Erlösungswerk Christi ad absurdum führende Irrlehre der All-/Zwangserlösung suggerieren, immer noch nicht behoben sind, obwohl Papst Benedikt mehrfach eine Korrektur angemahnt hatte! Beim Canceln der "Brüder" im (sowieso schon von Anfang an stark theologisch "gesäuberten") Gotteslob ging es doch auch, damals sogar mit extra dafür gedruckten Aufklebern!

rainier 3. Oktober 2026: @orwell

Könnten Sie bitte erklären, was Sie mit Ihrem Beitrag in concreto meinen?

DiosMio 3. Oktober 2026: Kamillo ein ganz wunderbarer und treffender Kommentar !

Jeder sollte seinen Glauben und die Heilige Messe dort / und so feiern wo er sich geboren und fühlt und in welchem Ritus auch immer! Müssen wir uns wirklich um den Ritus streiten. Für mich ist die Feier nicht abhängig vom Ritus und ich fühle mich sehr wohl im nachkonzils Ritus während mein Mann die alte Liturgie schätzt. Aber uns eint immer noch der selbe Glaube!

orwell 3. Oktober 2026: ordentlicher Ritus

Sobald man die „Alte Messe“ zum ordentlichen Ritus der Kirche macht, werden die Marionetten Satans aus ihm das machen (wollen), was sie aus dem NOM gemacht haben – der beste Weg um die Erlösung verhindern zu wollen.

Parcival 3. Oktober 2026: @gertsch22 - Reform aus Wertschätzung

Im überlieferten Ritus werden keine „schrecklichen Texte“ gelesen. Seine Gebete haben Generationen im Glauben getragen. Die liturgische Erneuerung setzte auch in keinster Weise voraus, dass dieser Ritus schlecht sei. Bereits Pius X. betonte 1903 die tätige Teilnahme der Gläubigen („Tra le sollecitudini“). Pius XII. stellte 1947 klar, dass Liturgie weder bloß äußere Zeremonie noch lediglich ein System von Vorschriften ist („Mediator Dei“ 24). Darin liegt auch die Antwort auf den Rubrizismus: Rubriken dienen dem ehrfürchtigen Gottesdienst; ihre korrekte Befolgung ersetzt nicht die innere Hingabe. Ebenso wenig darf man still Betenden pauschal mangelnde Teilnahme unterstellen. SC 48 will jedoch, dass die Gläubigen „nicht wie Außenstehende und stumme Zuschauer“ beiwohnen, sondern das Opfer Christi bewusst mitfeiern und sich selbst darbringen. Man kann den überlieferten Ritus lieben und zugleich verstehen, weshalb die Kirche seine Feier vertiefen und erneuern wollte.

gertsch22 3. Oktober 2026: Verstehe ich nicht?

Was ist an der alten Messe so furchtbares, dass man sie genehmigen muss? Ich kann es einfach nicht verstehen. Vielleicht kann es mir ja mal jemand erklären welche schrecklichen Texte da gelesen werden ...

Kamillo 3. Oktober 2026: Wie finden wir liturgisch wieder zueinander?

Als Psychiater beschäftigt mich die Härte der liturgischen Grabenkämpfe innerhalb der Katholischen Kirche. Die einen gelten als „oberflächlich“ und „glaubensarm“, die anderen als „rückwärtsgewandt“ und „elitär“. Wo man einander Gottesliebe abspricht und den Weg zum Heil infrage stellt, trifft man den Menschen im Kern seiner religiösen Identität. Er muss dann nicht mehr nur eine liturgische Vorliebe verteidigen, sondern seinen Glauben und seine Zugehörigkeit zur Kirche. Aus dieser Kränkung wachsen Abwehr und Gegenangriff. Wir hören nur noch, was unser Misstrauen bestätigt, und übersehen, was uns verbindet. Der Mitkatholik wird zum Gegner, seine Frömmigkeit zum Verdachtsfall. Wie sollen wir so gemeinsam beten? Auch theologisch stellt sich die Frage: Wie könnte eine solche gegenseitige Entwertung dem Willen Gottes entsprechen? Es braucht innerkirchliche Versöhnung, damit der Ritus uns zu Gott und zueinander führt, statt zum Mittel gegenseitiger Abwertung zu werden.

Um selbst Kommentare verfassen zu können nützen sie bitte die Desktop-Version.


© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz