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Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen

vor 4 Stunden in Chronik, 3 Lesermeinungen
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Militärbischof Scott McCaig hat die neuen Vorschriften kritisiert: Sie sind weder neutral noch inklusiv.


Ottawa (kath.net/jg)
Angehörige der Streitkräfte Kanadas, einschließlich der Militärkapläne, dürfen bei verpflichtenden öffentlichen Anlässen des Militärs das Wort „Gott“ und andere religiöse Worte nicht mehr verwenden. Dies berichtet die englischsprachige Ausgabe von Aleteia.

Die neuen Vorschriften wurden am 29. Juli 2026 an alle Angehörigen der kanadischen Streifkräfte (Canadian Armed Forces, CAF) verteilt. Die CAF seien der religiösen Neutralität verpflichtet, heißt es dort. Militärkapläne dürften bei verpflichtenden öffentlichen Anlässen „inklusive“ spirituelle Betrachtungen anstellen, aber dabei keine religiöse Sprache verwenden.


Spirituelle Reflexionen seien öffentliche Ansprachen, „welche die Resilienz stärken, indem sie Bedeutung, Sinn und spirituelles Wohlbefinden fördern, insbesondere in einer Kultur der Fürsorge und des Dienstes“, heißt es wörtlich in den Vorschriften.

Weiters ist dort zu lesen: „Spirituelle Betrachtungen verwenden keine religionsspezifische Sprache, einschließlich Verweise auf Gott usw. Sie reflektieren gewonnene Erkenntnisse, Überzeugungen, Werte und Erfahrungen, um Dankbarkeit, Erinnerung, Hoffnung und Integrität zu wecken. Diese Grundsätze basieren auf der Achtung der Freiheit des Gewissens und der Religionsausübung und wahren gleichzeitig die Würde und den Wert vielfältiger spiritueller Traditionen.“

Begräbnisse fallen nicht unter die in den Vorschriften genannten Anlässe. Militärkapläne dürfen daher bei Begräbnissen weiterhin religiöse Sprache verwenden, ebenso bei anderen privaten Veranstaltungen.

Scott McCaig, Bischof der römisch-katholischen Militärdiözese Kanadas hat in einer Stellungnahme die neuen Vorschriften kritisiert. Er schreibt: „Diese Anweisung beruht auf einer falschen Prämisse: Nur weil manche Glaubenssysteme nicht an die Existenz Gottes oder einer anderen göttlichen Quelle glauben, sind sie noch lange nicht neutral. Atheistische Glaubenssysteme erfordern ebenso viel Zustimmung von Verstand und Wille (Glauben) wie jedes theistische Glaubenssystem. Auch sie vertreten bestimmte Überzeugungen über Gott (Existenz oder Nichtexistenz, Wesen usw.), die Welt und ihre Existenz, Werte sowie Sinn und Zweck. Deshalb haben säkulare Humanisten zu Recht Seelsorger in den kanadischen Streitkräften. Sie sind eine von vielen ‚spirituellen Glaubensrichtungen‘ und werden von der Regierung als solche anerkannt.“

Die Vorschriften seien daher weder neutral noch inklusiv, schreibt McCaig. Er bedauert es, dass es keinen Dialog mit den betroffenen religiösen und spirituellen Leitungspersonen gegeben habe und bittet um Gebet für eine vernünftige Lösung. 

 


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Lesermeinungen

antony vor 2 Stunden: Die spinnen, ...

... die Kanadier.

harvester vor 2 Stunden: Status confessionis

Hier ist das Bibelwort dran: Man muss Gott mehr gehorchen, als den Menschen.

Jothekieker vor 3 Stunden: Einfach mal austesten

Solch alberne Vorschriften schreien danach, daß man bewußt gegen sie verstößt.

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