
Aktuelles | Chronik | Deutschland | Österreich | Schweiz | Kommentar | Interview | Weltkirche | Prolife | Familie | Jugend | Spirituelles | Kultur | Buchtipp

vor 4 Stunden in Aktuelles, 6 Lesermeinungen
Artikel versenden | Tippfehler melden
Impressionen aus dem Rahmenprogramm der Jugendvigil im Stade de France/Paris: Die Kirche bietet den französischen Jugendlichen die katholische, christliche Fülle an. Von Petra Lorleberg/kath.net
Paris (kath.net/pl) Partystimmung, Erscheinen eines Weltstars, lebende Pferde im Stadion, mitreißende Musik und ein Feuerwerk: diesen Eindruck könnte ein nur oberflächlicher Zuschauer von der Jugendvigil im Stade de France/Paris mitnehmen. Und tatsächlich waren all diese Elemente ja vorhanden. Okay, vielleicht war der „Weltstar“ – Papst Leo XIV. – ungewöhnlich gekleidet, aber ungewöhnliche Kleidung ist nun bei Stars auch nicht so ungewöhnlich. Doch genau dieser oberflächliche Blick würde nicht den Kern dieser beeindruckenden Veranstaltung aufzeigen.
Das Wesentliche hat sich oberflächlichen Zuschauern wohl nicht enthüllt, außer sie haben ihr Herz dem Geheimnis Gottes zumindest versuchsweise geöffnet. Denn „man sieht nur mit dem Herzen gut“ – dieser bekannte Satz des Franzosen Antoine de Saint Exupéry trifft hier ins Schwarze.
Das Rahmenprogramm der Vigil für die 80.000 Jugendlichen im Stadion und für sämtliche Jugendliche Frankreichs und darüber hinaus bietet den jungen Menschen die katholische Fülle an.
Beeindruckend die Prozession mit über 150 Standarten und etwa 60 Reliquien, die im Beisein des Papstes durch das Stadion zieht. Diese Banner machen jeweils auf einzelne Heilige der französischen Kirchengeschichte aufmerksam. Dazu singen die Jugendlichen gemeinsam die Allerheiligenlitanei, die die Namen dieser „katholischen Stars“ nennt und sie um ihre Fürbitte anfleht. Dazu etwas, was man anderswo vielleicht „Historienspektakel“ nennen würde: Ein Schauspiel greift Szenen aus dem Martyrium der jugendlichen Heiligen Blandina von Lyon (Lebensdaten ungefähr 150 bis 177) und weiterer christlicher Höhepunkte aus der Geschichte Frankreichs, der „ältesten Tochter der Kirche“: es geht bsp. um den französischen Anteil an der Geschichte der Dornenkrone, um Jeanne d'Arc, um den hl. Priester Jean-Marie Vianney, um die Erscheinungen in Lourdes, um die hl. Karmelitin Thérèse von Lisieux (die „kleine Thérèse“) – welch eine beeindruckende Schar französischer Glaubenszeugen!
Und dann: Stille, inhaltsschwer. „Doch als die heilige Tunika kommt, herrscht eine völlige Stille“, schildert die französische katholische Website „Aleteia“. Denn die Heilige Tunika von Argenteuil wurde gebracht und verehrt, man geht davon aus, dass sie das ungenähte Gewand Jesu ist, um das die Soldaten seinerzeit während der Passion des Herrn am Kreuz gewürfelt hatten. Über die Hl. Tunika hatte Pfr. Guy-Emmanuel Cariot, ehemaliger Rektor der Basilika von Argenteuil, zuvor gesagt: „Seit dem hl. Petrus wird Leo XIV. der erste Papst sein, der die Hl. Tunika sehen wird. Es ist ein Moment, der Geschichte schreiben wird.“
Auch die Musik umspannte die katholische Fülle: Vom Gospel über Taizégesänge gab es verschiedenste Stile zu hören. Doch musikalisch war der krönende Abschluss, wie Papst Leo mit den Jugendlichen das „Salve Regina“ sang. ALLE Jugendlichen sangen mit, manche folgten dem Text auf der Leinwand und waren offenbar mit dem Lied ausreichend vertraut, um sich das Mitsingen zuzutrauen. Viele aber konnten das Lied auswendig, manche sangen sogar mit geschlossenen Augen den lateinischen Text.
Den Verantwortlichen für die Gestaltung dieses Abends ist zu danken. Das war keine Schunkelveranstaltung à la ‚Wir kommen alle, alle, alle in den Himmel‘. Sondern sie haben es gewagt: im modernen Veranstaltungsort, im modernen Kleid präsentieren sie die ganze Fülle des katholischen, christlichen Glaubens. Mögen sich viele Herzen dafür öffnen.
Foto aus dieser Veranstaltung © Vatican Media
Vergleiche dazu auch den kath.net-Artikel über die Ansprache von Papst Leo an die Jugendlichen: Papst Leo an 80.000 Jugendliche im Stade de France: "Wer mit Gott lebt, ist frei" - Kein niederschwelliges Angebot: „Freunde, die Dynamik, die das christliche Leben prägt, heißt Weg der Heiligkeit… Dies bedeutet, sich dafür zu entscheiden, wahrhaftige Männer und Frauen zu werden, frei von jeglichem Kompromiss“.
Papst und Jugendliche: Salve Regina
Salve Regina
— Catholic Arena (@CatholicArena) September 25, 2026
Pope Leo XIV and 80,000 young people in Paris
The first day of the pope's visit has lived up the hype pic.twitter.com/ZKjb7fxKVn
Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!
Succentor vor 5 Stunden: Deo gratias . . .
möchte ich da nur sagen! Eines verstehe ich aver nicht ganz: Die Tunika Christi ist doch in Trier. Wieso gibt es noch eine Weitere?
SarahK vor 6 Stunden: Wunderschön und auch von mir Danke!
Ich kann es mir gar nicht oft genug ansehen umd habe auch das Gefühl Papst Leo schluckt wirklich vor Rührung und bin so froh und dankbar, dass unsere Tochter richtig katholische Freunde hat. Gott segne Papst Leo und die (junge) Heilige Katholische Kirche.
lakota vor 7 Stunden: Ich möchte mich @SalvatoreMio
von Herzen anschließen! Danke für diesen Bericht und das Video!
Beeindruckend, berührend und mutmachend...solche Jugend lässt hoffen!
bücherwurm vor 7 Stunden: @SalvatoreMio: DANKE für Ihr Danke!
Das ermutigt auch uns!
Pilgrim Pilger vor 8 Stunden: Die Kirche der Zukunft: Gott im Mittelpunkt
Die Vigil war ein eindrucksvolles Beispiel für die Kirche der Zukunft: eine Kirche, die nicht um sich selbst und den Menschen kreist, sondern Gott und den Glauben in den Mittelpunkt stellt. Den Verantwortlichen ist dies in vorbildlicher Weise gelungen.
SalvatoreMio vor 8 Stunden: Das haut mich um!
@ Frau Lorleberg!Was Sie hier beschreiben, ist wunderbar, fast unglaublich und schenkt neue Hoffnung. Danke, dass man dank Ihrer Worte und des Video daran teilhaben kann.
Um selbst Kommentare verfassen zu können nützen sie bitte die Desktop-Version.

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz