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Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?

vor 10 Stunden in Deutschland, 13 Lesermeinungen
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Diese These vertritt der deutsche Theologe und Priester Oliver Wintzek in einem Kommentar.


Bonn (kath.net/jg)
Der deutsche katholische Theologe und Priester Oliver Wintzek hat einen Kommentar veröffentlicht, in welchem er behauptet, der Islam könne als „alternative Form des byzantinischen Christentums“ verstanden werden. Moslems bezeichnet er als „jüngere Geschwister“ der Christen.

Es gebe „gewaltbereiten Islamismus, der seine Metastasen auch in Deutschland hat“, räumt Wintzek ein. Die Aussage, der Islam sei eine politische Ideologie, die nicht mit dem deutschen Grundgesetz vereinbar sei, sei aber eine „dümmliche Unterstellung“ schreibt er weiter. Das „Geschwafel über eine ‚Islamisierung‘“ sei „irreführend“, behauptet er und führt als Beispiel das Bundesland Sachsen-Anhalt an, in welchem der Anteil der Muslime bei 2,7 Prozent liegt. 


In Deutschland liegt der Anteil der Moslems nach Angaben des Bundes-Innenministeriums im Durchschnitt bei 8 bis 8,5 Prozent, also etwa dreimal so hoch wie in Sachsen-Anhalt. In Bremen und Hamburg sind es 12,5 Prozent bis 13,2 Prozent, in Nordrhein-Westfalen 11,9 bis 12,5 Prozent, in Hessen 12,1 bis 12,7 Prozent. Die Zahlen beziehen sich auf das Jahr 2025.

Das islamische Glaubensbekenntnis unterscheide sich gar nicht so sehr vom christlichen, behauptet Wintzek dann. Als Gewährsmann führt er den Kirchenvater Johannes von Damaskus an, der unter islamischer Herrschaft gelebt hat. Dieser habe den Islam als christliche Häresie bezeichnet, wobei Wintzek das Wort Häresie unter Anführungszeichen setzt. Er interpretiert die Aussage des Kirchenvaters dann auch so, dass der Islam „eine alternative Form des byzantinischen Christentums“ sei, „das (sic!) eine eigenständige Interpretation der Gestalt Jesu, des Sohnes der Maria, verficht.“ 

Diese Formulierung komme im Koran fast hundert Mal vor. Für Wintzek ist das „ein klares Indiz dafür, dass hier christologische Debatten geführt werden.“ Er schließt daraus: „Es geht nicht um eine ‚politische Ideologie‘“.

Er schlägt vor, „die Bedeutung des Gottesboten aus Nazareth neu zu bedenken – im Bunde nicht nur mit unseren jüdischen ‚älteren Brüdern‘ (Johannes Paul II.), sondern auch mit den ‚jüngeren Geschwistern‘.“ 

Oliver Wintzek ist Professor für Dogmatik und Fundamentaltheologie an der Katholischen Hochschule in Mainz.

Vgl. dazu auch: Dr. Jürgen Henkel: Fast der gleiche Glaube? Anmerkungen zu den Islam-Einlassungen eines katholischen Dogmatikers aus Mainz vom 11. September.

 


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Lesermeinungen

stenov vor 4 Stunden: Der Name Gottes

Viele Menschen meinen, Allah wäre nur die Bezeichnung für Gott in einer anderen Sprache. Das ist jedoch nicht der Fall, und die meisten Moslems wissen das auch.
Tatsächlich ist Allah ursprünglich ein Mondgott, daher auch der rote Halbmond als Symbol des Islam. Auch die Hörner des mythologischen Stiers, auf dem die Jungfrau Europa reitet, symbolisieren den Halbmond. Ich habe darüber vor Jahrzehnten eine Predigt von einem englischsprachigen Evangelisten gehört: Er hat es so erklärt, dass die sündige Jungfrau Europa sich mit dem Stier des Islams verbündet und auf diese Weise „wie der Hund zum Erbrochenen“ (zum Heidentum) zurückkehrt. Das könnte auch in der geheimen Offenbarung des Johannes die Frau auf dem scharlachroten Tier im Kapitel 17 sein. Und die Stadt, mit der sie als Königin der ganzen Erde regiert, könnte London mit seiner Hochfinanz sein. der Kampfruf „Allahu Akbar“ bedeutet „Allah ist größer“ (nicht einfach nur groß), nämlich größer als der jüdisch/christliche Gott.

modernchrist vor 4 Stunden: Wenn der Gott des Islam

der gleiche Gott ist wie derjenige der Christen und Juden, dann ist er wohl 700 Jahre nach der Geburt seines Sohnes dement geworden. Denn die Aussagen im Koran sprechen an den meisten Stellen eine völlig andere Sprache als die Evangelien, permanent geht es um die Höllenstrafen, Frauenkörper sind im "Paradies" die Belohnung für Attentate auf "Ungläubige", Frauen sind die "Saatbeete" für die Männer - von Liebe und Einehe ist nirgends die Rede. Die Naivität dieses Jesuitenprofessors ist unglaublich: Ihm kann es ja und ist es offensichtlich wurscht, wie es in Deutschland in 30 Jahren schariamäßig zugeht. Wie es unseren Kindern und Enkeln mal geht, das haben diese Leute nicht vor Augen! Unglaublich viele Leute hierzulande haben ja keine Kinder und Enkel.

Mensch#17 vor 4 Stunden: Die Sache mit dem Isalm ist nicht einfach!

Wenn ein (jesuitischer) Professor mit einer "steilen" These daherkommt, ist immer Vorsicht geboten. Und es ist auch die Frage zu stellen, was er damit erreichen will? - Medienecho? Provokation? Aufmerksamkeit? Vielleicht hat er ein "neues" Buch geschrieben und will so ins Gespräch und in die Medien kommen? Oder ist ihm zu wohl?

Die Sache selbst, der Isalm, ist eher komplex und schwerer zu fassen. Ein Versagen der Einheit im Christentum, machtpolitsche Konstellationen (Konstantionopel, Syrien, arabische Stämme; judische und diverse christliche Missionen in Arabien ...)
Machtpolitische Entwicklungslinien ...

Man bräuchte sehr viel Platz und Zeit hier weiter zu schreiben; sicher ein wichtiges Thema, auch um denen, die in dieser Religion festsitzen zu helfen doch noch die Wahrheit zu finden ...

Aber was wollte dieser Professor eigentlich damit erreichen?
Und wie werden seine Oberen darauf reagieren?

Heiliger Ignatius, bitte für ihn und uns!

dalex vor 4 Stunden: Er läuft weiter theologisch Amok

Als Wintzek vor drei Jahren schon mal anlässlich des Weltjugendtags eine wirre Hasstriade gegen fromme Teilnehmer und ihre diskriminierende „Jesus-Unmittelbarkeit“ in der Anbetung veröffentlichte, antwortete mal jemand auf Facebook „dabei war er früher mal ein ganz Frommer“. Irgendwas muss passiert sein und offensichtlich ist es noch nicht überwunden.

frludwig vor 5 Stunden: Halbwahrheiten

Halbwahrheiten sind immer die schlimmsten Lügen, denn sie Unwahrheit ist nicht so evident. Im gegebenen Zusammenhang ist es interessant zu sehen, dass Hilaire Belloc in seinem Buch Die Großen Häresien auch den Islam zu einer christlichen Häresie rechnet. Genauer gesagt zu einer arianischen Häresie. Wenn man den Islam genauer getrachtet, sieht man, dass diese Einschätzung sehr nahe an der Wahrheit ist. Interessant ist auch das Buch "Did Mohammed really exist" von Robert Spencer. (Leider nur in englisch...) Nimmt man Spencer und Belloc zusammen, gibt es eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass man im arabischen Raum nach all den militärischen Erfolgen im 7. Jhdt nun eine gemainsame Religion brauchte, die dieses arabische Reich dann zusammenhält. Und das war dann der Islam. Es wäre wichtig die Ursprünge des Islam besser zu studieren...

Natürlich hat das alles nicht mit bzyantinischem Christentum zu tun. Dieser Kommentar von Wintzek ist eine Beleidigung für unsere Glaubensbrüder im Osten.

Martinus Theophilus vor 6 Stunden: Zu viele zweifelhafte Theologieprofessoren.

Es ist dringend an der Zeit, dass das Dikasterium für die Glaubenslehre der Römischen Kurie seine Aufgabe, die Glaubens- und Sittenlehre der katholische Kirche zu schützen und gegen Häresien zu schützen, wieder proaktiver ausübt. Wir haben in Deutschland angesichts der überschaubaren Studentenzahlen zu viele Theologieprofessoren - darunter jedoch viel zu wenige, die fest auf dem Boden des römisch-katholischen Glaubens stehen und konstruktive Beiträge zu dessen Verkündigung in der Welt von heute leisten.

DiosMio vor 7 Stunden: Fink - Islam = Unterwerfung

Unterwerfen sich nicht alle Religionen ihrem Gott?

CusanusG vor 8 Stunden: Traurige Verharmlosung

Der Islam ist aus einer Spielart der Gnosis hervorgegangen. Nachdem die Gnostiker im 4.Jh. auf die arabische Halbinsel vertrieben waren, legten sie den Urgrund für Mohammeds "Lehren". Auf Grund der gnostischen Elemente ist der Islam auch der Vernunft nicht zugänglich. Ähnlich wie in linksgrünen Ideologien der Gegenwart, zählt in der Gnosis einzig die Vorstellungswelt der Erleuchteten. Realität und Wirklichkeit spielen indes keine Rolle in der Beurteilung der Welt.

Der Prophet selber hat über 25 Kriege geführt, um die "Lehre" zu verbreiten. Seine Nachfolger tun, überall wo sie sich stark genug und berufen fühlen bis heute das gleiche: Schwert und Scharia verbreiten Angst und Schrecken.

Ich sehe in allen wesentlichen Elementen keinerlei Paralleleln zwischen Islam und Christentum. Im Islam gibt es insbesondere ein gestörtes Verhätlnis zur Wahrheit.

Dennoch haben Muslime oft ein großes Verständnis für das Heilige, etwas, was sie vielen westlichen Zeitgenossen voraus haben.

Riedkatholik vor 8 Stunden:

Habe diesen Jesuiten-Theologen in der Mannheimr Jesuiten-Kirche 2016 bei seiner Predigt zur Ehe für Alle erlebt. Damals hatte Merkel in einem Brigitte-Interview gerade entgegen des Koalitionsvertrages mit der FDP die Entscheidung zur Schwulenehe zur Gewissenfrage auch für die Union erklärt. Wintzek äußerte sein Unverständnis für Katholiken, die sich über Merkels CDU echauffierten und als unchristliche Position ziehen. Seine Haltung damals: Was regten sich denn diese Katholiken auf. Es werde durch dieses Gesetz keiner gezwungen, schwul zu heiraten. Ein wirklich typischer Wintzek-Spruch. Eine jesuitische Dialektik, die geflissentlich übersieht, dass man als Katholik aufgefordert ist, katholische Positionen in der Öffentlichkeit zu vertreten. Die Wintzek-These zum angeblich byzantinischen Ursprung des Islams negiert die elemtaren Unterschiede (dreipersonaler Gott, Gottsohnschaft Jesu, Realpräsenz in der Eucharistie) und übersieht die Gewaltneigung gegen "Ungläubige" im Koran.

Fink vor 8 Stunden: Wie oft kommt das Wort "Liebe" im Koran vor ?

Das arabische Wort "Islam" bedeutet "Unterwerfung", soviel ich weiß.
Ein Moslem/ Muslim ist dann jemand, der sich unterwirft.

Bilbo B. vor 9 Stunden: Unwissenheit und Naivität?

Wer als Theologe so etwas behauptet, strotzt wohl nur so von Naivität und Unwissenheit; sowohl über den Islam als auch über das byzantinische Christentum.

ottokar vor 10 Stunden: Dümmer gehts nimmer

Das Judentum hat auf den Erlöser gewartet . Er ist gekommen, aber sie haben ihn nicht erkannt ("die Seinen nahmen ihn nicht auf", heisst es in der Schrift). Das Christentum ist die einzige Religion, in der Gott in Jesus Christus, dem Erlöser, zu den Menschen kam, um sie mit unendlicher Liebe vo der Sünde zu befreien.Der Islam hingegen ist eine von Mohammed künstlich konstruierte Religion, die sich aus altem und neuem Testament brauchbare Teile entlehnt hat ,um sich als abrahamitische Religion zu etablieren. Diese im 7.Jahrhundert gegründete "Religion" verwendet alttestamentarische Propheten zusammen mit "Eingebungen" des Propheten Mohammed ,um sich zu beweisen.Diese Religion als "jüngere Geschwister" des Christentums zu bezeichnen ist nach meinem Verständnis reine Irreführung.

Versusdeum vor 10 Stunden: Die finale Bankrotterklärung einer gegenkirchlichen Thologie,

die seit über einem halben Jahrhundert im Namen und bezahlt von der Kirche(nsteuer) den Glauben bis zur Unkenntlichkeit zerpflücken darf. Mein letzter Reli-Lehrer war offensichtlich sogar Atheist, der ausnahmslos alles Übernatürliche in der Bibel zu Märchen erklärte, ausdrücklich sogar die Auferstehung Jesu (und das bereits in den 1980ern)!

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