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vor 2 Stunden in Spirituelles, keine Lesermeinung
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Die treue Erledigung deiner alltäglichen Aufgaben ist dein Weg, wie Gott dich zu einem Heiligen formen kann, erinnert die heilige Teresa von Avila.
Wien (kath.net / pk) Wo ist Gott? Sehr leicht und ganz offensichtlich lässt er sich verorten in schönen Kirchen und heimeligen Kapellen. Im Trubel unseres Alltags suchen wir ihn hingegen kaum, und wir vermuten ihn auch nicht unbedingt dort. Irrtum, sagt die heilige Teresa von Avila.
Sie wie ihre Schwestern an, Gottes Gegenwart in den alltäglichen Aufgaben zu erkennen, heißt es in einem Beitrag auf „Aleteia“. All unsere Verpflichtungen seien Geschenke und Gelegenheiten, Gottes Gegenwart neu zu entdecken. Sie wies ihre Schwestern an, Gott in die alltäglichen Verrichtungen hineinzutragen, damit dadurch ihr ganzes Leben geheiligt werde und nicht nur ein kleiner Teil.
So schrieb sie in ihrem „Buch der Gründungen“:
„Oh dann, meine Töchter, lasst es an nichts fehlen: Wenn aber der Gehorsam euch zu äußeren Beschäftigungen ruft (zum Beispiel in die Küche, mitten unter Töpfen und Geschirr), denkt daran, dass unser Herr mit euch geht, um euch sowohl bei euren inneren als auch bei euren äußeren Pflichten zu helfen.“
Die heilige Teresa war überzeugt, dass uns die alltäglichen Aufgaben auf dem Weg der Heiligkeit viel weiter bringen können als etwa der Empfang einer himmlischen Vision von Gott. Die vielen kleinen Handgriffe von Früh bis Spät kosten uns viel Mühe. Wer dies in einem fröhlichen Gehorsam tue, erhalte reichen Lohn, meint die Heilige.
„Es ist offenkundig, dass die höchste Vollkommenheit nicht in inneren Freuden besteht, noch in erhabenen Entrückungen, noch in Visionen, noch darin, die Gabe der Prophetie zu besitzen, sondern darin, unseren Willen so dem Willen Gottes anzugleichen, dass wir alles, wovon wir wissen, dass Er es begehrt, ebenfalls mit unserer ganzen Liebe begehren; und dass wir das Bittere ebenso freudig annehmen wie das Süße und Angenehme, eingedenk dessen, dass dies der Wille Seiner göttlichen Majestät ist.“
Wenn du das nächste Mal vor einem Stapel Geschirr in der Spüle stehst, dann denke daran, dass Gott jetzt da ist. Er sieht deinen bescheidenen Dienst, deine Hingabe an vielleicht ungeliebte Aufgaben und deine Bereitschaft, Seinen Willen in deinem Alltag zu tun. Die treue Erledigung deiner alltäglichen Aufgaben ist dein Weg, wie Gott dich zu einem Heiligen formen kann.
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