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Spital mit eigenem "Papst-Trakt"
Vatikanstadt (kath.net/KAP) Papst Leo XIV. wird am Dienstagvormittag in das römische Gemelli-Krankenhaus eingeliefert. Dies bestätigte das vatikanische Presseamt am Montagnachmittag. Der Papst selbst hatte am Sonntag im Zuge des Mittagsgebets auf dem Petersplatz mitgeteilt, dass er wegen eines Knotens in der Lunge operiert werden müsse. Im Gemelli-Spital gibt es seit mehreren Jahrzehnten eine eigene Patientenwohnung für die Päpste.
Vatikansprecher Matteo Bruni hatte am Sonntag mitgeteilt, dass Leo XIV. nach dem aktuellen Eingriff voraussichtlich eine zusätzliche Zeit von "etwa einer Woche" im Spital verbringen werde. "Kürzlich haben die Ärzte bei einigen Untersuchungen einen begrenzten Knoten in meiner Lunge festgestellt", hatte Papst Leo XIV. am Sonntag erklärt. "Er wurde in einem sehr frühen Stadium entdeckt und ist gut lokalisiert. Die Ärzte halten einen Eingriff für angebracht." Aus dem Vatikan hieß es auf Nachfrage von Journalisten am Montag, dass der Lungenknoten bei routinemäßigen Kontrolluntersuchungen entdeckt worden sei.
Die Ankündigung des Papstes löste eine Welle von Genesungswünschen aus. "Die ganze Kirche Österreichs ist Ihnen nahe, Heiliger Vater!", ließ auch Österreichs Bischofskonferenz-Vorsitzender Franz Lackner wissen und rief zum Gebet für Leo XIV. auf. Spital mit eigenem "Papst-Trakt" Das "Policlinico Universitario Agostino Gemelli" ist das akademische Lehrkrankenhaus der Katholischen Universität "Sacro Cuore" in Rom. Das Klinikum nahm seinen Dienst 1964 auf; es gilt als eines der besten Krankenhäuser Roms. Seinen Namen verdankt es dem Mediziner und Psychologen Pater Agostino Gemelli (1878-1959). Nach dem plötzlichen Tod von Johannes Paul I. (1978) wurde im zehnten Stock der Klinik ein eigenes Appartement für Päpste reserviert. Bis dahin wurden sie im Fall einer Erkrankung im Vatikan oder am Sommersitz Castel Gandolfo medizinisch behandelt.
Der "Papst-Trakt" in dem Krankenhaus besteht aus einem Krankenzimmer, einer Kapelle und Räumen für die engsten Mitarbeiter und Betreuer des Kirchenoberhauptes. Die Abteilung ist nur über einen streng bewachten eigenen Aufzug zu erreichen. Papst Johannes Paul II. wurde am 13. Mai 1981, nach dem Attentat auf dem Petersplatz, ins Gemelli gebracht. Danach suchte er die Klinik noch mehrere Male wegen unterschiedlicher Erkrankungen und Operationen auf, bevor er am 2. April 2005 im Vatikan starb. Auch Papst Franziskus war mehrfach im Gemelli-Spital in Behandlung.
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