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Kanadas führende Tageszeitung verlangt Euthanasie in katholischen Krankenhäusern

vor 8 Stunden in Prolife, 2 Lesermeinungen
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Die Globe and Mail versucht immer wieder, durch gezielt ausgewählte Leitartikel und Berichterstattung die öffentliche Diskussion zu beeinflussen, schreibt Jonathan Van Maren.


Toronto (kath.net/jg)
Die Globe and Mail, eine der führenden Tageszeitungen Kanadas, hat in jüngster Zeit in Leitartikeln klargemacht, wohin die progressive Elite des Landes will; nämlich weg von religiöser Gewissensfreiheit und hin zu einer vollständigen Unterordnung christlicher Einrichtungen unter den staatlichen Willen. Das schreibt Jonathon van Maren in einem Beitrag für LifeSiteNews.

Am 6. Oktober brachte die Zeitung einen Leitartikel des Euthanasie-Aktivisten André Picard mit dem Titel „Es ist längst an der Zeit, katholische Krankenhäuser zu säkularisieren“. Picard stellt zunächst fest, dass 129 der 1.087 Krankenhäuser Kanadas katholische Träger haben. Die meisten davon weigern sich, „medizinische Assistenz beim Sterben“ (MAID, Kanadas Programm für assistierten Suizid und Euthanasie), Abreibungen, Sterilisationen, „geschlechtsändernde“ Behandlungen oder Verhütungsmittel anzubieten. Viele konfessionelle Pflegeheime lassen MAID in ihren Räumlichkeiten nicht zu. 

Picard zieht daraus die Schlussfolgerung, dass MAID zum „Katalysator für einen längst überfälligen Wandel geworden“ sei. Religiöse Krankenhäuser müssten entweder „diskriminierungsfreie“ Versorgung anbieten oder ihre Tätigkeit aufgeben.


Innerhalb von weniger als einem Jahrzehnt hat sich damit die Rhetorik der Euthanasie-Befürworter fundamental gewandelt. Ging es zunächst um „Wahlfreiheit“ wird jetzt von den Krankenhäusern verlangt, MAID zuzulassen oder zuzusperren. Für Picard ist die kanadische Euthanasieregelung die Gelegenheit, christliche Institutionen, die über Generationen hinweg lebensrettende Einrichtungen aufgebaut und betrieben haben, ganz aus dem Gesundheitssystem zu verdrängen. Dieselben Institutionen lehnen ja auch Abtreibungen, Sterilisation und „geschlechtsumwandelnde“ Eingriffe ab.

Bereits am 28. September hatte Globe and Mail in einem Leitartikel von Sheema Khan die sogenannte „Notwithstanding Clause“, die im Artikel 33 der kanadischen Charta der Rechte und Freiheiten festgelegt ist, im Zusammenhang mit Elternrechten bei „Geschlechtsumwandlungen“ bei Minderjährigen scharf kritisiert. Diese Klausel erlaubt es den Regierungen der kanadischen Provinzen, gerichtliche Urteile in bestimmten Fällen vorübergehend außer Kraft zu setzen. Sie wurde 1981/82 als politischer Kompromiss eingeführt, um die Verfassung von einer willkürlichen Interpretation durch die Höchstrichter zu schützen.

Nachdem mehrere Provinzen mit Hilfe der „Notwithstanding Clause“ Elternrechte geschützt und „Geschlechtsumwandlungen“ an Minderjährigen ohne Wissen und Zustimmung der Eltern untersagt haben, verlangen Progressive nun deren Abschaffung. Khan schreibt, die Klausel werde genutzt, um „unseren verwundbaren Minderheiten Freiheiten ohne rechtlichen Ausweg zu nehmen“. Mit anderen Worten bedeute dies, dass die Klausel nicht länger toleriert werden könne, weil sie der Agenda der LGBT-Aktivisten im Weg stehe. Das Recht gelte nur, solange es den Zielen der sexuellen Revolution diene, schreibt van Maren.

Solche Leitartikel seien keine bloßen Meinungsäußerungen einzelner Autoren, sondern dienen dazu, die öffentliche Debatte zu beeinflussen. Dies habe die Globe and Mail in der Vergangenheit bereits erfolgreich praktiziert, schreibt Van Maren. Er verweist auf den Historiker F.K. Morton, der in seiner Analyse der kanadischen Abtreibungsdebatte beschreibt, wie die Zeitung ab 1961 eine Kampagne für die Liberalisierung der Abtreibungsgesetze geführt habe. Nachrichten über Abtreibung waren regelmäßig auf der Titelseite zu finden, Leitartikel unterstützten die Befürworter einer Liberalisierung und attackierten deren Gegner. Bis 1967 hatte diese einseitige Berichterstattung das Thema auf die politische Agenda gebracht.

Man muss nicht Christ sein, um Picards Position abzulehnen, schreibt Van Maren. Er zitiert die behinderte Autorin Catherine Frazee, die geschrieben hat: „In der Frage religiöser Krankenhäuser würden Patricia und ich – obwohl wir ein lesbisches Paar sind – lebensgroße Kreuze im Behandlungszimmer in Kauf nehmen, wenn das bedeutet, vor MAID sicher zu sein.“

Der Theologe Stanley Hauerwas formulierte es so: „Wenn die Christen in hundert Jahren als die Menschen identifiziert werden, die ihre Kinder und die Alten nicht töten, dann haben wir gut gehandelt.“ Es werde nicht so lange dauern. Immer mehr Menschen werden Einrichtungen suchen, in denen sie nicht getötet werden. Die meisten dieser Orte werden christlich sein, schreibt Van Maren abschließend.

 


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Lesermeinungen

Versusdeum vor 38 Minuten: Hätte man den Auftrag, ein Land zu zerstören,

wäre die woke Ideologie eine ziemlich gute Blaupause: Die Menschen in moralisch richtige "woke" ("wache") und böse klassifizieren und gegeneinander aufhetzen, tatsächliche und frei erfundene Minderheiten gegen die Mehrheit aufstacheln, Einhörner statt Fakten, "Correctiv" statt Korrektive, (A)Moralismus statt Vernunft und Moral, Parteiverbote statt guter Politik, Rein- und Laufenlassen von Islamisierung und eingewanderter Kriminalität usw. - kurz: Eine irrationale und endzeitsektiererische Ersatzreligion "mit allem drum und dran", einschließlich Dogmen, Moral, Heiligen, Ketzern, (noch meist vortuellen) Ketzerverbrennungen und Dämonen (Andere Meinungen sowie Parteien, die die eigenen Pfründe bedrohen)
Ergebnis: Der Abstieg auf sämtlichen Ebenen, wie wir ihn gerade in Deutschland erleben. Und schuld sind nicht die, die uns seit vielen Jahren ne... regieren, sondern die, die sich rationale Politik und die sichere, freie, wohlhabende und geachtete alte Bundesrepublik zurückwünschen. Irre.

girsberg74 vor 44 Minuten: Wem schuldet diese Zeitung etwas ?

Sind Zeitungen schon Anführer oder nur vorgeschickte Schwätzer.

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