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Erkrankter Papst ruft Familien zu Mitarbeit in den Gemeinden auf

vor 8 Stunden in Familie, 1 Lesermeinung
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Vatikan veröffentlicht Botschaft von Leo XIV. am Teilnehmer von am MIttwoch beendeter "Amoris laetitia"-Konferenz über die kirchliche Ehe- und Familienpastoral - Kirchenoberhaupt bittet versammelte Bischofskonferenz-Vorsitzende und Familienvertreter


Vatikanstadt  (kath.net/KAP) Papst Leo XIV., seit Dienstag wegen eines Lungen-Tumors im Spital, hat Familien zur aktiven Mitarbeit "am Leben und an der Sendung" der Kirchengemeinden vor Ort aufgerufen. Sie sollten den Bischöfen helfen, den weiteren Weg der Kirche zu erkennen, so der Papst in einer am Mittwochabend veröffentlichten Botschaft zum Abschluss einer großen einwöchigen Vatikan-Konferenz zu Ehe und Familie. "Bitte versichert, wenn ihr nach Hause zurückkehrt, alle in euren Gemeinden meiner geistlichen Verbundenheit und meines Zuspruchs."

Unterzeichnet hatte der Papst den Text an die Teilnehmer des internationalen Treffens, unter ihnen der Salzburger Erzbischof Franz Lackner, bereits am Dienstag im Vatikan. Am selben Nachmittag war ihm im römischen Gemelli-Krankenhaus ein bösartiger Lungen-Tumor entfernt worden. Auch deshalb hatte Leo XIV. kaum an der von ihm einberufenen einwöchigen Konferenz zum zehnten Jahrestag des Dokuments "Amoris laetitia" von Papst Franziskus (2013-2025) teilgenommen.


"Ich danke euch von Herzen für eure Gebete und für die Arbeit, die ihr gemeinsam geleistet habt", so Leo XIV. an die an den Beratungen teilnehmenden Familien, weiteren Experten sowie die rund 120 Bischöfe, darunter Oberhäupter der katholischen Ostkirchen und Vorsitzende von Bischofskonferenzen in aller Welt. Besonders hob er den Beitrag der Familien hervor, die von ihren Freuden, Schwierigkeiten und Hoffnungen berichtet hätten. "Euer Erfahrungsaustausch und euer aufmerksames Zuhören sind in der Tat ein Geschenk für die gesamte Kirche." Er werde die Ergebnisse der Konferenz lesen und "zu gegebener Zeit" seine Überlegungen dazu vorlegen, versprach Leo XIV. "In der Zwischenzeit ermutige ich euch, das, was ihr erlebt und empfangen habt, bereits mit euren Bischofskonferenzen und Diözesen zu teilen und das Evangelium - aus dem Reichtum von Amoris laetitia schöpfend - gemeinsam mit den Familien weiter zu verkünden."

Abschließend bat er die Konferenzteilnehmer darum, "für mich zu beten, so wie ich für euch bete". Die Bitte um ein Gebet für den Papst hatte sein Vorgänger Franziskus stets bei Audienzen und anderen Gelegenheiten geäußert; von Leo XIV. ist sie bisher kaum bekannt. Aufgrund seines Krankenhausaufenthalts konnte der Papst auch nicht die Abschlussmesse der Konferenz am Mittwoch auf dem Petersplatz feiern. Dies übernahm für ihn der kürzlich ernannte Dekan des Kardinalskollegiums, Kardinal Luis Antonio Tagle, der auch die Predigt von Papst Leo XIV. verlas.

Laut Vatikan-Angaben soll Leo XIV. etwa eine Woche im Spital bleiben; seine Genesung verlaufe bisher nach Plan, wurde am Mittwochnachmittag mitgeteilt. Welche weiteren Behandlungen sich nach der vollständigen Entfernung des Adenokarzinoms ergeben, sollen Untersuchungen in den nächsten Tagen zeigen. Bei der Operation wurde dem 71-jährigen Kirchenoberhaupt einer von insgesamt fünf Lungenlappen entfernt, was etwa 20 bis 25 Prozent des Organs ausmacht.

 

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Lesermeinungen

samweis vor 7 Stunden: Ein Einwand

Als Ehemann und Vater durfte ich laufend die Hilfe und Stärkung Gottes durch die Lehre und die Sakramente der Kirche erfahren. Aus dem Leben mit Gott kamen Halt und Hilfe.
Darf man z.B. zuschauen, wie sich ein Paar das Sakrament der Ehe spendet, ohne die geeignete Ausrüstung und den festen Willen ein Leben mit Gott in seiner Kirche zu führen? Wurzeln nicht die Probleme vieler Ehen darin, dass sie nie den festen Wunsch hatten vor Gottes Angesicht eine Christliche Ehe zu führen?
Die Lehre der Kirche, die in Humane Vitae und Familiaris Consortio ihren Ausdruck findet, ist doch logisch und vernünftig. Kann man sich wundern, dass man Schiffbruch erleidet, wenn man sie nicht beachtet?
Erlauben Sie mir die harten Worte: Ich habe den Eindruck in Amoris Laetitia findet die Heuchelei schlechter Hirten, die ihre Herde vor die Hunde gehen lassen, einen Höhepunkt.

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