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Blutiger Anschlag auf orthodoxe Kirche in Jordanien – Mindestens sechs Tote bei Trauerfeier

vor 7 Stunden in Aktuelles, keine Lesermeinung
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Ein bewaffnetes Attentat auf eine griechisch-orthodoxe Kirche im Süden Jordaniens erschüttert die christliche Minderheit des Landes. Der Premierminister und König Abdullah II. sprechen von Terrorismus und kündigen ein hartes Vorgehen an.


Amman (kath.net)

Bei einem schweren bewaffneten Angriff auf eine griechisch-orthodoxe Kirche im jordanischen Dorf Hammoud (Provinz Karak) sind am Freitag mindestens sechs Menschen getötet worden. Nach offiziellen Angaben des jordanischen Regierungssprechers Mohammad al-Momani wurden zudem mindestens 28 weitere Personen verletzt. Abweichende Berichte des staatlichen Fernsehsenders Al-Mamlaka sprachen zeitweise von sieben Toten.

Der Anschlag ereignete sich während einer Trauerfeier, zu der sich schätzungsweise 150 bis 200 Gläubige in dem Gotteshaus aufgehalten hatten. Nach Augenzeugenberichten stiegen zwei bewaffnete Männer aus einem Fahrzeug und eröffneten gezielt das Feuer auf die Trauergäste. „Zwei Männer – einer mit einem Gewehr, der andere mit einer Pistole – feuerten mehrere Minuten lang auf die Anwesenden“, schilderte ein Augenzeuge dem Sender Al-Mamlaka.


Sicherheitskräfte trafen kurz nach dem Attentat am Tatort ein und nahmen die Verfolgung der Flüchtigen auf. Bislang hat sich niemand zu der Tat bekannt, auch gaben die Behörden zunächst keine Hinweise auf die Identität oder Hintergründe der Täter bekannt. Die staatliche Nachrichtenagentur Petra meldete, dass für die Dauer der Ermittlungen eine strikte Nachrichtensperre verhängt wurde.

Der jordanische Premierminister Jafar Hassan verurteilte die Tat auf der Plattform X ausdrücklich als „terroristischen“ Angriff. Für den Abend wurde eine Dringlichkeitssitzung des Nationalen Sicherheitsrates einberufen. Auch Jordaniens König Abdullah II. reagierte mit scharfen Worten und drückte den Angehörigen der Opfer sein tiefes Mitgefühl aus: „Jedes jordanische Leben ist kostbar, und wir werden mit eiserner Faust gegen diejenigen vorgehen, die unsere Nation bedrohen“, betonte der Monarch.

Christen machen zwar nur eine kleine Minderheit in der überwiegend muslimischen Bevölkerung Jordaniens aus, das Land beherbergt jedoch bedeutende biblische Stätten und Heiligtümer, die jedes Jahr von zahlreichen christlichen Pilgern aus aller Welt aufgesucht werden. 


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