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Vatikan untersagt jährlicher Wallfahrt im Rahmen der überlieferten lateinischen Liturgie den Zutritt

vor 8 Stunden in Aktuelles, 13 Lesermeinungen
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Veranstalter zitieren aus dem Schreiben des Vatikanischen Staatssekretariats: „Ihrer Prozession ist es nicht gestattet, den Petersdom zu betreten“


Vatikan (kath.net) Der Vatikan untersagte den Priestern, Ordensleuten und Gläubigen, die an der jährlichen Wallfahrt „Ad Petri Sedem“ teilnahmen, am Samstag, dem 24. Oktober, den Zutritt zum Petersdom. Das berichtet Diane Montagna auf ihrem Substack, auch weitere internationale katholische Portale schildern den Vorgang. Die Wallfahrt „Ad Petri Sedem“ („Zum Stuhl Petri“] ist eine der größeren Pilgerfahrten von römisch-katholischen Gläubigen, die die Liturgie in ihrer außerordentlichen Form wertschätzen, und wird seit 2012 angeboten. Nach Angaben der Organisatoren sei diese Entscheidung in den vergangenen Tagen in einem Schreiben des vatikanischen Staatssekretariats mitgeteilt worden: „Ihrer Prozession ist es nicht gestattet, den Petersdom zu betreten“, heiße es in dem Schreiben, zitiert Montagna ihrerseits Christian Marquant, der Hauptorganisator der Wallfahrt.


Diane Montagna kritisiert, dass dadurch „die Beschränkungen ausgeweitet“ würden und nun „nicht mehr nur die Feier der überlieferten lateinischen Liturgie“ beträfen, „sondern auch das traditionelle Gebetstreffen der Pilger am Grab des heiligen Petrus“. Zuvor war bereits eine Genehmigung verweigert worden, die überlieferte lateinische Liturgie im Petersdom zu feiern. Doch die jüngste Einschränkung gehe nun noch weiter und untersagte den Pilgern auch, als Gruppe einzutreten, um am Grab des Apostels Petrus zu beten.

Montagna schreibt wörtlich: „Im vergangenen Jahr gestattete Papst Leo XIV. Kardinal Raymond Leo Burke, am 25. Oktober 2025 eine traditionelle Pontifikalmesse am Kathedra-Altar im Petersdom zu feiern. Diese Feier stellte einen bedeutenden Moment für die Wallfahrt dar; der diesjährige Ausschluss aus der Basilika bildet daher einen krassen Kontrast zu den Ereignissen des Jahres 2025. Dies ist ein sich entwickelnder Vorgang.“


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Lesermeinungen

SalvatoreMio vor 1 Stunden: "Die Pille, Schwangerschaft-Konfliktberatung und die Pius-Sekte"

@Hardenberg: Hier muss man einfach protestieren: könnten Sie Ihre Phantasie vielleicht noch ein wenig ausweiten und Dinge zusammenbringen, die direkt nicht zusammengehören? Auch wenn ich- wie ich schon öfter äußerte - mit den Piusbrüdern nichts zu tun habe, ich finde Ihren Beitrag unmöglich!

Flavius vor 2 Stunden: Ärgerlich

Leider bestätigt sich hier, was schon seit den unerlaubten Pius-Weihen zu beobachten war: Unter Papst Leo ist gegenüber dem alten Ritus keinerlei entgegenkommende Neuaufstellung zu erwarten. Ist ärgerlich und enttäuschend.

rainier vor 3 Stunden: @Hardenberg: Häh?

Ist diese Wallfahrt von der Piusbruderschaft organisiert oder sind es einfach nur Menschen, die den traditionellen Ritus schätzen? Was haben die Petrusbruderschaft und alle Institute päpstlichen Rechts, die in der Tradition feiern, und vor allen Dingen Kardinal Raymond Leo Burke mit der Piusbruderschaft zu tun?

Kamillo vor 3 Stunden: Unsouverän oder schlicht vorhersehbar?

@Jothekieker Ich vermag hier kein unsouveränes Handeln des Vatikans zu erkennen. Vielmehr stellt sich die Frage nach der politischen und pastoralen Urteilskraft der Verantwortlichen. Wer ausgerechnet einen Bischof, der die unerlaubten Bischofsweihen der Piusbruderschaft öffentlich verteidigt, in eine herausgehobene Rolle bei einer Wallfahrt nach Rom beruft, muss mit erheblichen Vorbehalten rechnen. Dazu bedarf es keiner besonderen diplomatischen Begabung, sondern lediglich eines Mindestmaßes an Realitätssinn. Man kann die Entscheidung des Staatssekretariats durchaus für unverhältnismäßig halten. Sie jedoch als Ausdruck mangelnder Souveränität zu interpretieren, ohne die vorausgegangene Personalentscheidung kritisch zu würdigen, greift entschieden zu kurz. Wer eine Annäherung an Rom anstrebt, sollte zumindest die elementaren Voraussetzungen kirchlicher Diplomatie beachten. Andernfalls darf man sich über die Reaktion nicht wundern.

Parcival vor 4 Stunden: Weihbischof Schneider – Welche Früchte trägt diese Rhetorik?

Menschen pilgern nach Rom, weil sie den überlieferten Ritus lieben, nicht um in Opposition zur Kirche gebracht zu werden. Welche Wirkung entfalten da Predigten wie jene Weihbischof Schneiders? Wer fortwährend kirchl. Zurücksetzung beklagt u. Ressentiments gegenüber Rom schürt, suggeriert, die Bewahrung liturg. Tradition setze eine Distanzierung von der kirchl. Autorität voraus. Aus liturg. Verbundenheit erwächst so ein fragwürdiges Oppositionsbewusstsein. Muss man Rom misstrauen, um diesen Ritus lieben zu dürfen? Ich kann ihm viel abgewinnen, verweigere mich jedoch entschieden seiner Vereinnahmung durch kirchl. Opposition. Wer diesen Ritus verteidigt, öffentlich für ihn eintritt oder Wallfahrten organisiert, trägt Verantwortung für die geistl. Folgen seines Handelns. Wenn die Liebe zur Liturgie in Misstrauen gegenüber der Kirche umschlägt, sind das keine guten Früchte. Eine Rhetorik, die der Communio schadet, kann sich nicht auf die Bewahrung der Tradition berufen.

CWF vor 4 Stunden: Gut recherchiert?!?

Vielleich sollte man etwas besser prüfen?!?

silerenonpossum.com/it/tradizionalisti-summorum-pontificum-lettera-vaticano-montagna/

Parcival vor 4 Stunden: Die überlieferte Liturgie aus der kirchenpolitischen Geiselhaft befreien!

Ausgerechnet WB Schneider als Hauptzelebr. der Wallfahrt „Ad Petri Sedem“ einzusetzen, halte ich für einen gravierenden Fehler. Die Wallfahrt ist von der FSSPX unabh. + soll die Verbundenhei mit dem Stuhl Petri bezeugen. Schneider ist jedoch der einzige mit Rom unierte Bischof, der in seiner Verteidigg. der FSSPX so weit geht, deren unerlaubte Bischofsweih. als Dienst an der Bewahrung des wahren Glaubens darzustellen u. damit Ungehorsam gegen den Papst theolog. zu legitimieren.Die Organis. rücken ihre Wallf. dadurch selbst in die Nähe einer Gemeinsch., deren kirchenrechtl. Sonderstellg. mit dem überlief. Ritus keineswegs gleichzusetzen ist. Wer von Rom Vertrauen, Förderung u. größere liturg. Freiheit erwartet, müsste gerade die Vereinbark. von Tradition + hierarch. Communio glaubwürdig bezeugen. Stattdessen bestätigt man jene Vorbehalte, die man auszuräumen sucht. Was die Organis. zu dieser ihrem eigenen Anliegen abträglichen Personalentscheidung bewogen hat, erschließt sich mir nicht.

Hardenberg vor 4 Stunden: @Bene16

Ich kenne hier niemanden, der sich über den großen Schaden, den die Piussekte dem Glauben und der Kirche zugefügt hat und zufügt, freuen würde.

Bene16 vor 5 Stunden:

Nach Lourdes und Assisi war dieses Verbot zu erwarten. Der Vatikan handelt nur konsequent.

Von jeglicher Art der Herabsetzng und Schadenfreude gegenüber der Bruderschaft, wie sie hier des öfteren geäußert wird, distanziere ich mich ausdrücklich!

Hardenberg vor 5 Stunden: Völlig zurecht!

Die Kirche hat Anteile an den Pharmafirmen abgestoßen, die die Pille herstellen; sie ist aus der Schwangerenkonfliktberatung ausgestiegen und jetzt untersagt sie völlig zurecht um der eindeutigen Lehre willen den Menschen, die dem Geist der Piussekte huldigen (egal, ob sie dazu gehören oder nicht) ihre obszöne Infragstellung der Autorität Roms.
Gut so, Papst Leo!

anjali vor 7 Stunden: Verbot

Schlimm.Wer hat das beschlossen?

Hängematte vor 7 Stunden: Ich denke da an den Rabbi Gamaliel aus der Apostelgeschichte:

Wenn es ein Werk von Menschen ist, wird es untergehen, ist es ein Werk Gottes, ist es unzerstörbar.

Jothekieker vor 8 Stunden: Unsouveränes Handeln

Es ist noch nicht ganz klar, welche Empfindlichkeiten hier im Vorfeld wechselseitig verletzt wurden und wer am Ende für die Aussperrung der Prozession verantwortlich war.
Fest steht nur, daß das Staatssekretariat hier wenig Fingerspitzengefühl gezeigt hat und sich vor aller Welt in ein schlechtes Licht gesetzt hat. Der Vatikan hat schon mal souveräner gehandelt.

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