kath.net katholische Nachrichten

Aktuelles | Chronik | Deutschland | Österreich | Schweiz | Kommentar | Interview | Weltkirche | Prolife | Familie | Jugend | Spirituelles | Kultur | Buchtipp


„Mit der Unterstützung meiner Schwiegereltern verließ ich eine nicht-sakramentale Beziehung“

vor 6 Stunden in Familie, 2 Lesermeinungen
Artikel versenden | Tippfehler melden


Polnisches kirchliches Portal „Opoka“ berichtet über Mutter eines Kindes aus sakramentaler Ehe plus eines Kindes aus Zweitbeziehung: „Ein besonderer Dank gilt meinen Schwiegereltern… Sie haben mich und meine Kinder aufgenommen und gezeigt, dass …“


Warschau (kath.net/red) „Als mir mein Mann nach 12 Ehejahren mitteilte, dass er zu einer anderen Frau gehe – und mich sowie unseren fünfjährigen Sohn zurückließ –, zerbrach mein Herz in eine Million Stücke. Eine Zeit lang wohnte ich mit meinem Sohn bei meinen Schwiegereltern. Sie waren eine enorme Stütze für mich. Als gläubige Menschen nahmen sie die Unauflöslichkeit der Ehe sehr ernst und billigten die Entscheidung ihres Sohnes nicht.“ So schildert Bożena (ihr Nachname bleibt ungenannt) das Zerbrechen ihrer sakramentalen Ehe. Ihr wertvolles Glaubens- und Lebenszeugnis wurde auf dem katholischen Portal „Opoka“ veröffentlicht, das von der polnischen Katholischen Bischofskonferenz verantwortet wird und das sich deutlich an der katholischen Glaubenslehre orientiert.

Bożena beschreibt, dass sie dann mit einem anderen Mann datete. Sie sei zu jener Zeit „weit von Gott entfernt“ gewesen, deshalb sei ihr diese Entscheidung recht leicht gefallen. Die beiden heirateten standesamtlich und bekamen ein gemeinsames Kind. „Wir zogen gemeinsam beide Jungen groß, fuhren in den Urlaub und bildeten eine Familie. Von außen betrachtet sah alles wunderbar aus.“

Doch mit der Zeit begann Bożena „eine innere Unruhe zu verspüren – das Gefühl, dass mir etwas fehlte. Ich fing an, religiöse Filme anzusehen und Lieder über Gott zu hören. Eines Tages ging ich zur Heiligen Messe. Da wurde mir – unter Tränen – bewusst, dass ich die Heilige Kommunion nicht empfangen kann, weil ich in einer Beziehung lebe, die im Widerspruch zu meiner sakramentalen Ehe steht.“


Diese Erfahrung habe ihr geholfen, „die Wahrheit über mein Leben zu erkennen. Wieder zu Hause, sprach ich mit meinem Partner über meine inneren Konflikte. Er versuchte jedoch, mich davon zu überzeugen, dass viele Menschen auf ähnliche Weise leben und dass sich die Zeiten eben geändert hätten. Ich hingegen spürte immer deutlicher, dass ich Gott brauche. Ich betete und bat Ihn um Hilfe.“

„Gott führte mir Menschen auf meinen Weg, die mir halfen, die richtige Richtung zu finden“, schildert die junge Frau und erwähnt verschiedene Glaubenstreffen (darunter einen „Alpha-Kurs“), bis sie sich der Gemeinschaft „SYCHAR“ für Menschen in schwierigen Ehen zuwandte.

Sie kämpfte sich durch „keine leichte Entscheidung“, denn sie „hatte Angst vor einer erneuten Trennung, davor, ein weiteres Kind ohne Vater großzuziehen und wieder eine zerbrochene Familie zu erleben. Doch ich wusste, dass ich mich nicht allein von meiner Angst leiten lassen durfte. Ich vertraute darauf, dass es für Gott nichts Unmögliches gibt und dass Er mir den Weg weisen würde, wenn ich mich Ihm anvertraue“, so schildert sie ihren Weg durch diese extrem belastende Zeit.

Dann habe sie sich von ihrem zweiten Partner getrennt „und zog mit meinen Kindern bei meinen Schwiegereltern ein – den Eltern meines sakramental angetrauten Ehemannes. Während der gesamten Zeit hatten sie für meine Rückkehr gebetet. Sie nahmen mich und meine beiden Jungen mit großer Liebe auf. Meinen jüngeren Sohn, der aus meiner zweiten Beziehung stammte, behandelten sie von Anfang an wie ihren eigenen Enkel. Schon bevor ich wieder bei ihnen einzog, brachten sie bei jedem Besuch, wenn sie ihren älteren Enkel sehen wollten, auch ein kleines Geschenk für den Jüngeren mit. Ihre Haltung war für mich eine enorme Stütze. In dieser schwierigen Zeit war ich nicht auf mich allein gestellt.“

Dann schreibt sie: „Trotz des Widerstands vieler Menschen, die mir von einer Trennung von meinem Partner abrieten, habe ich mich zu diesem Schritt entschlossen. Ich glaube, dass ich damit den Weg der Versöhnung mit meinem sakramental angetrauten Ehemann – und vor allem mit Gott – eingeschlagen habe.“

Doch wisse sie nicht, wie es mit ihrer Ehe weitergehen werde. Denn „mein Mann lebt weiterhin mit einer anderen Frau zusammen, doch ich bete für seine Bekehrung und bleibe offen für eine mögliche Rückkehr. Dass er selbst zu einer anderen Person gegangen ist, berechtigt mich nicht dazu, ebenso zu handeln.“

Bożena zeigt sich der Gemeinschaft „SYCHAR“ gegenüber „sehr dankbar für ihre Unterstützung, für die Begleitung auf diesem Weg sowie für ihren Einsatz für die Heiligkeit und Unauflöslichkeit der sakramentalen Ehe“.

Doch ihr „besonderer Dank gilt meinen Schwiegereltern. Ihr Gebet, ihre Offenheit und ihre Liebe waren für mich von unschätzbarem Wert. Sie haben mich und meine Kinder aufgenommen und gezeigt, dass man selbst in einer sehr schwierigen Lage seinen Überzeugungen treu bleiben und zugleich Liebe und Fürsorge schenken kann.“

Foto: Symbolbild

Bożena po 12 latach małżeństwa została porzucona przez męża, który odszedł do innej kobiety. Z czasem sama związała się z innym mężczyzną, z którym miała dziecko i tworzyła rodzinę. Po nawróceniu zrozumiała, że nie może usprawiedliwiać własnego wyboru, krzywdą, której sama doświadczyła. #opoka #sychar #kryzys #świadectwo https://t.co/mwBhQrvKLt

— Opoka (@opokapl) October 25, 2026

Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

Tweet 




Lesermeinungen

Christine vor 36 Minuten: großartig

Dazu braucht es viel Mut und Gottvertrauen.
Hut ab vor dieser Frau und ihren Schwiegereltern!

1RM@190 vor 49 Minuten: ...

Ich bin der Überzeugung, dass viele Menschen, gerade alleinerziehnde Frauen, diesen Weg gehen würden, wenn ihnen aus der Familie und (!) der Kirchengemeinde Unterstützung zukommen würde. Aber sind wir doch einmal ehrlich: wie werden den vonijrem Partner verlassene Eheleute tatsächlich in unseren Gemeinden aufgenommen? Tatsächlich interessiert das die wenigsten, und dann kommt oft noch von den paar wenigen Konservativen eher Misstrauen als die Hilfe, die diese zumeist Frauen benötigen. Und die Altersarmut ist diesen Frauen dann sowieso garantiert.

Um selbst Kommentare verfassen zu können nützen sie bitte die Desktop-Version.


© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz